Syngaskatalysatoren Süd-Chemie übernimmt BASF-Katalysatorenstandort in China

Redakteur: Marion Henig

Süd-Chemie hat sich mit BASF über den Erwerb eines Produktionsstandorts für Synthesegas-(Syngas-)katalysatoren in Nanjing mit rund 400 Mitarbeitern geeinigt.

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Nanjing/VR China – Die Süd-Chemie produziert bereits Syngaskatalysatoren an einem weiteren Standort China (Panjin). Mit der Übernahme der vom BASF-Verbundstandorts unabhängigen Katalysatorenproduktion wird Süd-Chemie nach eigener Ausage zum größten Hersteller von Syngaskatalysatoren in China.

Für BASF bleibt China ein wichtiger Markt für das Geschäft mit Prozesskatalysatoren, wie Wilfried Seyfert, Group Vice President, Process Catalysts and Technologies der BASF, erklärt: „Die integrierten Standorte der BASF in China bieten die beste Grundlage für unser Wachstum im chinesischen Katalysatorenmarkt. Der Katalysatorenstandort weist keine Synergien mit der breiten Produktionsplattform der BASF in China auf. Deshalb haben wir beschlossen, ihn zu verkaufen. Dies ist Teil der weltweiten Maßnahmen zur Restrukturierung und Effizienzsteigerung der BASF-Gruppe.“

Syngaskatalysatoren werden vor allem bei der Umwandlung von Kohle oder Erdgas in Ammoniak für die Düngemittelindustrie oder bei der Produktion von Methanol, einem in China zunehmend an Bedeutung gewinnenden Kraftstoff, verwendet. Syngaskatalysatoren kommen auch bei der Herstellung von Wasserstoff oder bei der Umwandlung von Kohle (CTL, Coal-to-Liquid), Erdgas (GTL, Gas-to-Liquid) oder Biomasse (BTL, Biomass-to-Liquid) in flüssige Mineralölprodukte wie Dieselkraftstoff zum Einsatz.

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