Biogasanlagen Steigerung der Biogasproduktion durch Redoxpotentiale
Schmack Biogas entwickelt ein neues Konzept um die Biogasproduktion zu steigern. In Zukunft soll das Redoxpotential in Biogasanlagen als Mess- und Steuergröße dienen.
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Gülzow-Prüzen – Schmack Biogas will das Reduktionsmittel Ascorbinsäure in Kombination mit Ca-L-Ascorbat nutzen, um das Redoxpotential in Biogasanlagen zu erhöhen. Das Unternehmen erhofft sich durch das Reduktionsmittel einen schnell wirkenden Zusatz, der Störungen bei der Gasproduktion unterbindet. Da Mikroorganismen der letzten Vergärungsstufe in einem strikt anaeroben Milieu arbeiten, kann die Biogasproduktion gestört werden, wenn Luftsauerstoff anwesend ist. Die Kombination der Reduktionsmittel Ascorbinsäure und Ca-L-Ascorbat zieht den Sauerstoff aus dem Vergärungsprozess ab, wodurch das Redoxpotential noch stärker negativ wird.
Im Labormaßstab untersuchten die Forscher unterschiedliche Reduktionsmittel in verschiedenen mit Maissilage befüllten Fermentern. Im Vergleich ergaben sich bei Natriumsulfid Probleme durch steigende Schwefelwasserstoffgehalte im Gas. Bei Ascorbinsäure/Ascorbat musste lediglich die Raumbelastung der eingesetzten Fermenter verringert werden. Die Raumbelastung ist eine wichtige Messgröße für den Betrieb einer Biogasanlage. Für ein erfolgreiches Scale-up auf Praxisanlagen müssen die Entwickler allerdings noch weitere Versuche durchführen. So gab es beispielsweise in Produktionsanlagen bei denen Gülle als Substrat diente, keine positiven Effekte im Vergleich zu den Laboruntersuchungen.
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