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Arzneimittelversorgung: Entwicklungen und Trends

Spezialtherapeutika spielen zunehmende Rolle

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In Summe wächst der GKV-Arzneimittelmarkt einschließlich Diagnostika, ohne Impfstoffe, im Jahr 2016 nach Umsatz um verhaltene 3,5 % auf rund 37 Mrd. Euro[4].

Umsatzrückgang bei Hepatitis-Therapien

Zur Behandlung von Hepatitis, insbesondere der C-Form, kamen in den letzten Jahren vergleichsweise viele neue Arzneimittel auf den Markt. Die Menge dieser Arzneimittel, die eine Teilgruppe der Kategorie „Antivirale Mittel“ bildet (Abb. 1 in der Bildergalerie), geht in 2016 um 25 % zurück, da die meisten Infizierten mit einer acht- bis zwölfwöchigen Therapie geheilt werden können.

Bildergalerie

Der Umsatz sinkt bei Hepatitis-Präparaten um 38 %. In der Gesamtkategorie „Antivirale Mittel“ drückt sich dies in einem Rückgang von 36 % aus. Dass der Mengenrückgang der Gesamtgruppe tendenziell stagniert (-0,8 %), erklärt sich aus der Absatzsteigerung antiviraler Herpesmittel, die in dieser Gruppe ebenfalls beinhaltet sind und den mengenmäßigen Schwerpunkt bilden.

„Der Grund für den stärkeren Umsatz- als Absatzrückgang bei Hepatitis-Medikamenten dürfte neben Erstattungsbeträgen und dem durch die Vielzahl inzwischen verfügbarer Präparate bedingten Verdrängungswettbewerb auch darin liegen, dass zunehmend mehr Präparate dieser Kategorie Rabattverträgen nach § 130 a unterliegen, im Jahr 2016 immerhin bereits 35 %“ erläutert Dagmar Wald-Eßer, Senior Manager Health Policy bei Quintiles IMS.

Regionale Unterschiede

Verordnungen von Arzneimitteln differieren regional deutlich. Gemessen nach Tagesdosen und justiert pro Tausend Versicherte wurden im Jahr 2016 die meisten Arzneimittel in Mecklenburg-Vorpommern verschrieben, gefolgt von Sachsen-Anhalt und Brandenburg (Abb. 2 in der Bildergalerie).

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