CPhI in Mailand Spezialitäten und Wirkstoffe für Chemie und Pharma auf der CPhI in Mailand

Redakteur: Frank Jablonski

Bei der CPhI Worldwide vom 2. bis 4. Oktober 2007 in Mailand präsentieren Unternehmen weltweit pharmazeutische Wirkstoffe, chemische Zwischenprodukte und neue Formulierungen.

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Mailand/Italien – Die Wandermesse CPhI sieht sich selbst als Netzwerk der pharmazeutischen Community und Treffpunkt der entsprechenden Entscheider. Und die werden auch in diesem Jahr wieder reichlich vertreten sein, um alle denkbaren Aspekte der pharmazeutischen Herstellungskette zu diskutieren. Zusammen mit den parallelen Veranstaltungen ICSE (International Contract Services Expo) und der Pharmaceutical Machinery and Equipment (P-MEC) erwarten die Veranstalter heute und morgen mindestens 22000 Besucher an den gut 1500 Ständen.

Neben den Großen aus der Branche wie BASF oder Degussa, jetzt Evonik, werden vor allem viele kleinere Unternehmen hier ihre Produkte ausstellen. Beispiel Schweiz: Viele KMUs im Chemiebereich liefern Technologie und synthetische Bausteine an die Pharmaindustrie. Um hier keine Randexistenz führen zu müssen, bündelt die OSEC den Auftritt ihrer Landsleute (mehr zum schweizer Netzwerk OSEC).

Wie aber schon seit einigen Jahren, sind auch in diesem Jahr wieder die Hersteller aus Asien in der Übermacht. China und Indien füllen ganze Seiten auf der Ausstellerliste und lassen die deutschen Vertreter in das dritte Glied rücken.

Werfen Sie selbst einen Blick in die Ausstellerliste der CPhI.

Beispiele für ausgestellte Leistungen

Um einen Überblick über die ausgestellten Produkte zu geben nachfolgend ein Blick auf das Portfolio des BASF-Unternehmensbereichs „Zwischenprodukte“: BASF will den hohen Anforderungen der Pharmabranche nach eigener Aussage jetzt mit umfassenden Leistungspaketen, die aus Produkten und Services sowie Neuentwicklungen individuell zusammengestellt werden, begegnen. Ein global aufgestelltes, bereichsübergreifendes Expertenteam mit Präsenz in Europa, Asien und NAFTA bearbeitet seit kurzem die speziellen Anforderungen der Pharmakunden. „Unser neues Pharmateam ist global aufgestellt, genau wie unsere Kunden, die wir auf diese Weise individuell und intensiv betreuen können“, erklärt Dr. Martin Merger, der das Team leitet, und ergänzt: „Wir haben die hohen Anforderungen der Branche an uns verstanden und setzen sie in unserer praktischen Arbeit um. Es ist uns wichtig, gerade die spezifischen Wünsche bezüglich Qualitätsmanagement, Lieferzeit und Produktinnovationen zu erfüllen.“

Die Spezialisten des Pharmateams bringen Kompetenzen aus Biochemie, Chemie und Vertrieb mit. Sie arbeiten eng mit den Kollegen vom New Business Development zusammen. „Wir wollen der erste Ansprechpartner der Pharmaindustrie für Zwischen-produkte und langfristig ein verlässlicher Partner für unsere Kunden sein“, so Merger.

Highlights aus dem BASF-Produktportfolio 2007

THF – individuelle Lösungen mit hoher Qualität

Tetrahydrofuran (THF) der BASF ist ein Lösemittel zum Einsatz bei wasserempfindlichen Reaktionen bei der Herstellung von Pharmawirkstoffen, zum Beispiel mit Grignard-Reaktionen.

ChiPros – enantiomerenreine Zwischenprodukte für die Pharmasynthese

BASF vermarktet optisch aktive Zwischenprodukte unter dem Namen ChiPros. Dazu zählen optisch aktive Amine, Alkohole, Säuren und Epoxide, die unter anderem mit Hilfe enzymatischer Verfahren in hohen Produktreinheiten produziert werden. Ein wichtiger Synthesebaustein bei der Herstellung optisch aktiver Wirkstoffe ist das 1-Phenylethylamin (PEA), das mithilfe eines enzymkatalysierten Verfahrens in die optischen Antipoden getrennt werden kann. Die Übertragung des biokatalytischen Verfahrens in den industriellen Maßstab gewährleistet Produkte höchster optischer und chemischer Reinheit. Auf Kundenanfrage werden ChiPros vom Labormaßstab bis hin zum Tonnenmaßstab – bei optisch aktiven Aminen im Produktionsmaßstab auch nach cGMP – produziert.

Hünig-Base – besonders reiner Protonen-Scavenger

Bei der Synthese von Active Pharmaceutical Ingredients (APIs) wird häufig Hünig-Base (N,N-Diisopropylethylamin, DIPEA) als Protonen-Scavenger eingesetzt. Im Unterschied zu Reagenzien wie Di- und Triethylamin treten mit der hochselektiven Hünig-Base weniger Nebenreaktionen auf. Die Gesamtwirtschaftlichkeit in der Produktion steigt. Mit ihrer neu entwickelten Technologie zur Herstellung der Hünig-Base garantiert die BASF eine Reinheit von mindestens 99,5 Prozent bei zugleich geringerer Umweltbelastung: Durch den Einsatz umweltverträglicher und hochselektiver Rohstoffe wie Diisopropylamin und Acetaldehyd entsteht weniger Abfall.

4-Formyltetrahydropyran

4-Formyltetrahydropyran (FTHP) ist ein heterozyklischer Aldehyd, der als Baustein für Pharmasynthesen dienen kann, aber chemisch nur schwierig zugänglich ist. Die BASF hat ein Verfahren entwickelt, diesen Rohstoff zugänglich zu machen, und stellt ihn im kommerziellen Maßstab her. Dabei profitiert die BASF von ihrer Expertise bei der Produktion funktionalisierter Heterozyklen. BASF hält mehrere 100 Kilogramm FTHP ständig auf Lager. Auch die zu FTHP korrespondierende Säure und der entsprechende Ester sind ab Lager verfügbar.

Carbonylchlorid-Derivate: Schutzgruppen und Synthesebausteine

BASF bietet für die Synthese von Pharmazeutika ein umfangreiches Portfolio aus Säurechloriden, Chlorformiaten, Alkylchloriden, Carbamoylchloriden und Harnstoffen mit konsistent hoher Qualität. Wesentlich bei dieser Produktgruppe ist das umfassende Responsible-Care-Konzept der BASF: Hierzu gehören spezielle Packmittel (Fass und Bulk) ebenso wie die notwendige Überwachung der Transportlogistik dieser Chemikalien.

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