Industriepark Höchst SOL investiert 20 Millionen Euro im Industriepark Höchst

Redakteur: Marion Henig

Nach einer rund zweijährigen Bauphase hat der italienische Industriegase-Konzern SOL seine neue Anlage zur Verflüssigung von technischen Gasen im Industriepark Höchst eingeweiht. Infraserv Höchst übernimmt das Management und den Betrieb der Anlage.

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Frankfurt a.M. – SOL hat etwa 20 Millionen Euro in den Bau der Anlage und eines Tanklagers investiert. Sauerstoff und Stickstoff werden in einem Verflüssigungskreislauf bis zu ihrem Siedepunkt abgekühlt und dadurch verflüssigt. Dabei wird das Volumen der Gase um das 700 bis 800fache reduziert. Dies ermöglicht Aufbewahrung und Transport in Druckgasbehältern bei einer Temperatur bis zu -197 Grad Celsius.

Bereits im August wurde mit der Verflüssigung von Sauerstoff und Stickstoff begonnen.

„Die neue Anlage ist für uns ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unser Präsenz in Europa“, sagte Aldo Romario Fumagalli, Präsident der SOL Gruppe, anlässlich der Eröffnungsfeier. „ Deutschland ist ein innovativer Markt, was seinen industriellen und technologischen Status angeht und stellt für uns zusammen mit Frankreich den zweitwichtigsten Markt in Europa dar.“

Wie Dr. Roland Mohr, Geschäftsführer von Infraserv Höchst, betont, passe das Unternehmen SOL hervorragend in den Verbund der im Industriepark Höchst produzierenden und forschenden Unternehmen. Für SOL wie auch für Infraserv Höchst seien erhebliche Synergieeffekte realisierbar.

Infraserv Höchst übernimmt Betrieb der neuen Anlage

Infraserv Höchst wird nun den Betrieb und das Management der Anlage übernehmen. Dabei wird die Betreibergesellschaft des 4,6 Quadratkilometer großen Industrieparks auch die Versorgung der Anlage mit Rohstoffen und die Infrastruktur für den Betrieb sicherstellen. In räumlicher Nähe zur SOL-Anlage betreibt Infraserv Höchst eine Luftzerlegungsanlage zur Produktion technischer Gase, mit der die Unternehmen im Industriepark und auch externe Kunden versorgt werden. „Die SOL-Anlage wird von unserer Luftzerlegungsanlage mit gasförmigem Stickstoff und Sauerstoff versorgt, die personelle Betreuung erfolgt ebenfalls von dort“, so Dr. Heinrich Lienkamp, zuständiger Projektleiter bei Infraserv Höchst.

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