Tipps in wachstumsschwachen Zeiten So verkleinern Chemiebetriebe ihr Produktportfolio und reduzieren Kosten

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Weniger ist manchmal mehr – die Herstellung zahlreicher Produkte verschlingt nicht nur die Zeit der Mitarbeiter. Für die Produkte werden auch jede Menge Rohstoffe benötigt, die hohe Kosten verursachen können. Abhilfe kann eine Überprüfung des Portfolios schaffen.

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Die Unternehmensberatung OPC hilft Chemiebetrieben, deren Produktangebot zu hohen Material- und Prozesskosten führt. (Bild: OPC)
Die Unternehmensberatung OPC hilft Chemiebetrieben, deren Produktangebot zu hohen Material- und Prozesskosten führt. (Bild: OPC)

Düsseldorf – Unternehmen sollten ihr Produktangebot verkleinern, um so Kosten zu sparen. Diese Empfehlung gibt Omar N. Farhat, Geschäftsführer der Unternehmensberatung OPC.

Umgesetzt hat das ein deutscher Hersteller von Dichtungsmassen und Isoliermaterial. Das Produktangebot des Unternehmens bestand zur Hälfte aus Kleinstchargen, was für die Mitarbeiter viel Arbeit bedeutete.

Laut OPC reduzierte das Chemieunternehmen sein Produktportfolio in vier Schritten um 60 Prozent – auch die Produkte konnten ab sofort schneller verpackt werden:

  • 1. Schritt: Strategische Ausrichtung – Im ersten Schritt mussten die Verantwortlichen des Chemiebetriebs entscheiden, welche Produkte weiterhin produziert und welche aus dem Sortiment gestrichen werden. Zudem wurde dafür die Stelle des Portfolio-Managers geschaffen.
  • 2. Schritt: Produkt-Benchmarking – Die Abteilungen Forschung, Vertrieb und Controlling verglichen die einzelnen Artikel und fassten Produkte mit technisch ähnlichen Eigenschaften zusammen.
  • 3.Schritt: Rohstoff-Konsolidierung – Das Labor für Forschung und Entwicklung untersuchte die Rezepturen der Produkte. Sie versuchten die Produktpreise durch eine verbesserte Auswahl der Rohstoffe zu senken.
  • 4.Schritt: Gebinde-Standards – Abschließend legte das Chemieunternehmen einheitliche Verpackungsrichtlinien fest.

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