Probenahme

So meistern Sie schwierige Situationen bei der Probenahme

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Probenahme Säcken oder Big-Bags

Die Probenahme von angelieferten Säcken oder Big-Bags gestaltet sich ebenfalls recht aufwändig und schweißtreibend. Und auch hier gelten die gleichen Kritikpunkte: Diese Behältnisse können nicht automatisiert beprobt werden, und die manuelle Probennahme erreicht nicht das Höchstmaß an Repräsentativität und Reproduzierbarkeit.

Automatisierte Probenahme

Generell ist eine automatisierte Probenahme die wirkungsvollste Methode, um repräsentative Teilmengen eines Produktes bei 100-prozentiger Reproduzierbarkeit zu erhalten. Allerdings ist auch der Zeitpunkt der Probenahme sehr wichtig. Der wohl beste Zeitpunkt ist direkt vor der Abfüllung beim Produzenten bzw. Zulieferer.

Deren Situation stellt sich folgendermaßen dar: Der Produzent hat sein Produkt sorgfältig für den Kunden aufbereitet und in ein Lagersilo gefördert. Jetzt werden die Lieferungen für die einzelnen Abnehmer arrangiert. Die Lkws fahren unter das Silo, und das Produkt wird auf den Lkw gefüllt. Ideal ist in diesem Fall eine Probenahme im Abfüllstutzen direkt unterhalb eines Siloschiebers. Sind noch Förderschnecken nachgeschaltet, so können die Probenehmer unterhalb des Auswurfs der Förderschnecke an einen Trichter oder direkt ins Abfüllrohr adaptiert werden.

Abfüllungen in Säcken in speziellen Abfüllstationen

Eine andere Variante sind Abfüllungen in Säcken in speziellen Abfüllstationen. Bei geschickter Integration des Probenehmers in das Förderrohr ist durch präzise zeit- oder volumengesteuerte Probenahmezyklen die sack- bzw. packungsweise Zuordnung der Proben möglich. Hierbei muss der Probenehmer direkt unterhalb des letzten Verladebehälters ins Abfüllrohr angebracht werden. Dies ist auch eine Herausforderung an die Hersteller der Abfüllautomaten.

Bei größeren Abfüllstationen für Big-Bags oder Octabins sollte der Probenehmer an das Abfüllrohr direkt über dem Big-Bag adaptiert werden. Diese Art der automatisierten Probenahme ist höchst repräsentativ, reproduzierbar, nachverfolgbar und betrugssicher. Falls der Kunde auf diese Proben ebenfalls zurückgreifen möchte, könnte man wie folgt verfahren: Die Proben werden aus dem Abfüllstrom gezogen und werden dann repräsentativ geteilt. Nun ist sicher gestellt, dass beide Parteien, der Hersteller und der Kunde, die gleiche Probe besitzen. Eine Partie dient dem Produzenten als Rückstellmuster, und die andere kann als Laborprobe vom Kunden weiter genutzt werden.

* Der Autor ist Mitarbeiter der Kersting GmbH Sampling + Compounding, Brilon.

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