Prozessband/Endlose Stahlbänder

So erfüllen endlose Stahlbänder auch höchste Ansprüche in der Prozessindustrie

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Vom Schwefel bis zur Formel 1

Ob als Prozess- oder Transportbänder, aus Edelstahl, Kohlenstoffstahl oder Titan, ob endlos oder offen, poliert oder geschliffen, ob mit Spur- oder Stauleisten – die Anwendungsgebiete der Berndorf-Bänder sind breit gestreut. In der chemischen Industrie finden die Bänder vor allem bei Bandkühlern und Trocknungsanlagen Verwendung. Wichtig sind hier insbesondere hervorragende mechanische, physikalische und geometrische Eigenschaften wie präziser Lauf, höchste Korrosioinsbeständigkeit und Formstabilität.

Im Lebensmittelbereich werden Endlosbänder hauptsächlich als Backofenbänder eingesetzt, im Transportbereich bei Sortieranlagen verwendet. In der Holz- und Laminatindustrie bilden die Bänder das Herzstück von Doppelbandpressen. Und sogar in der Automobilindustrie haben sie Einzug gehalten: Automobilhersteller nutzen spezielle Band-Anlagen für ihre Tests im Windkanal, um die aerodynamisch optimale Form für die Autos von morgen zu finden.

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So breit die Anwendungsgebiete sind, so variabel sind auch die Bandgeschwindigkeiten. Laufen typische Kühlbänder für die Pastillierung von Schwefel beispielsweise mit eher gemütlichen 40 Metern in der Minute, so bringen es die Spezialbänder im Windkanal auf rasante 80 Meter in der Sekunde.

Apropos Automobil: Der Ferrari unter den Stahlbändern sind hochglanzpolierte Edelstahlbänder für Filmgießanlagen. Mit diesen Systemen können lösungsmittelbasierte Produkte wie Filme und Folien hergestellt werden, beispielsweise optische Folien, die zur Herstellung von LCD-TFT-Bildschirmen verwendet werden. Für den Erhalt eines erstklassigen Produktes sind hier perfekte Oberflächen und ruhige Laufeigenschaften entscheidende Faktoren.

Die größte Herausforderung

Die bisher größte Kunden-Herausforderung kommt für Garherr allerdings aus der Chemieindustrie: Für die BASF hat Berndorf ein spezielles gemuldetes Band entwickelt, das für die Herstellung der Veredelungschemikalie Oppanol, einem Polyisobuten mit mittlerem bis hohem Molekulargewicht, zum Einsatz kommt. Bei dem Prozess findet die chemische Reaktion zweier Flüssigkeiten auf dem Band bei einer Temperatur von -100 °C statt. Diese Anwendung belegt, „dass im Chemiebereich die Anwender die Innovationstreiber sind“, so Garherr. Bei Berndorf sind sie da an der richtigen Adresse.

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