Mischer/Mischtechnik

So entscheidet die Mischtechnik über die Produkteigenschaften

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Ein überzeugendes Kosten-Nutzen-Verhältnis führte dazu, dass diese Technik der Standard in der Branche wurde. Weltweit setzen mehr als die Hälfte aller Anodenhersteller die Aufbereitungstechnik mit mindestens einem Eirich-Mischer ein, überwiegend im Konti-Verfahren, sowohl zur Erstellung der Heißmischung als auch zur anschließenden Kühlung auf Verarbeitungstemperatur, die auf ±3 K genau vorgewählt werden kann. Mehrere hundert Maschinen sind bei namhaften Herstellern in aller Welt im Einsatz, die damit die Eigenschaften ihrer Werkstoffe verbessern konnten. Die Leistungsfähigkeit der Eirich-Aufbereitungstechnik zeigt sich darin, dass eine Aluminium-Produktion von 600 000 Jahrestonnen mit einer einzigen EMC- Mischerlinie versorgt werden kann.

Auch die Herstellung der Kathoden für die Aluminiumindustrie hat sich mit der Technologie vereinfacht. Für die Kathodenproduktion steht – ebenso wie für Graphitelektroden – ein spezielles elektrisches Heizverfahren zur Verfügung, welches den Koks auf Mischungstemperatur bringt.

Übliche Leistungen für die chargenweise Aufbereitung von Graphitelektroden oder -kathoden betragen vier bis zwölf Tonnen pro Stunde. Der Lieferumfang reicht für diese Anwendungen von der Einzelmaschine bis zum kompletten Aufbereitungsturm inklusive der Dosierung und Verwiegung der Rohstoffe, dem Mischen und der bedarfsgerechten Befüllung der Presse. Selbstverständlich sind alle Abläufe vollautomatisiert.

Induktiv beheizte Mischer für Hersteller von Spezialprodukten

Für die Hersteller von Spezialitäten stehen seit einigen Jahren induktiv beheizte Mischer in Baugrößen zwischen fünf und 400 l zur Verfügung, die ebenso systembedingt alle – auch extrem zähplastische – Konsistenzen verarbeiten können. Hierbei bewirkt die induktive Beheizung des Mischbehälters eine direkte Erzeugung der Wärme in der Wandung des Mischbehälters. Der schnelle Wärmeübergang zwischen dem intensiv bewegten Mischgut und der rotierenden Behälterwandung ermöglicht einen hohen flächenspezifischen Leistungseintrag.

Das induktiven Heizverfahren eigene dynamische Regelverhalten ermöglicht eine genaue Temperaturwahl und eine hohe Reproduzierbarkeit. Die chemisch-thermische Reaktion in der Mischung, das so genannte Defuming, kann damit schnell gestartet und gezielt gestoppt werden, wenn die Masse ausreichend trocken ist, um weiterverarbeitet bzw. geformt zu werden.

Mit Heizleistungen zwischen fünf und 250 kW wird auch Mischen mit hochschmelzenden Bindemitteln, wie Festharzen anstelle von Harzlösungen, möglich. Festharze bringen weniger flüchtige Bestandteile, es resultieren kürzere Prozesszeiten und niedrigere Porositäten. Damit wird es möglich, neue Werkstoffarten zu entwickeln – auch in anderen Branchen, die Kunstharzbindung einsetzen.

Fazit und Ausblick: Eirich liefert zahlreiche Maschinen und Anlagen zur Aufbereitung von Kohlenstoffmassen für die Herstellung von:

  • Blockanoden und Kathoden für die Elektrolyse von Primäraluminium,
  • Söderbergmassen für Anwendungen bei Primäraluminium und in der Metallurgie,
  • Graphitelektroden für Elektrolichtbogenöfen sowie Graphitspezialitäten,
  • Produkten aus Kohlefaserwerkstoffen.

Dabei bestätigen die Hersteller, welche die Aufbereitungstechnik von Eirich wählten, bis zu 50 % Einsparungen bei den Investitionskosten, und bis zu 30 % weniger Unterhaltskosten.

Dies ist der Grund, dass auch aktuell wieder mehrere Aufträge eingingen, z.B. für Aluminium Bahrain (ALBA) PL6, Bahrain, mit einer EMC-Anlage für Anodenmassen für die Aluminiumindustrie, mit Heiß- und Kühlmischer mit einem Durchsatz von 55 t/h. Geliefert wird diese Anlage über den französischen Anlagenbauer Fives Solios.

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