Wasserstoff-Elektrolyse-Systeme Siemens erhält Aufträge aus Deutschland und der Schweiz

Redakteur: Manja Wühr

Ob sauberer Treibstoff oder Energiespeicher für Überschüsse von Solar- und Windenergie – Wasserstoff ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Davon profitiert auch Siemens. Der Technologie-Konzern hat Aufträge aus Deutschland und der Schweiz zur Lieferung seiner Elektrolyse-Systeme erhalten.

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Das Elektrolyse-System Silyzer 200 ist bis über 20 Megawatt konfigurierbar.
Das Elektrolyse-System Silyzer 200 ist bis über 20 Megawatt konfigurierbar.
(Bild: Siemens)

Villingen/Schweiz, Düsseldorf – Siemens hat Aufträge aus Deutschland und der Schweiz zur Lieferung seiner Elektrolyse-Systeme Silyzer erhalten. Zudem führt das Unternehmen ein neues System für höhere Leistungen in den Markt ein. Die Wasserstoff-Elektrolyse-Systeme Silyzer auf Basis der PEM (Proton Exchange Membrane)-Technologie erfüllen alle Industrie-Standards.

Das Paul-Scherer-Institut in Villingen/Schweiz und Air Liquide Deutschland setzen auf Silyzer 100 mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 0,3 Megawatt. Die neue Silyzer 200 Generation mit über einem Megawatt Leistung pro Stack (Zellstapel) ist laut Hersteller eines der größten erhältlichen Systeme am Markt und lässt sich aufgrund seiner Bauweise problemlos bis über 20 Megawatt konfigurieren.

Power-to-Gas mit Elektrolyse

Das Paul-Scherer-Institut in Villingen/Schweiz hat für seine Energy System Integration-Plattform (ESI) ein PEM Elektrolyse-System Silyzer 100 in Auftrag gegeben. Die Integration von dezentral produzierter, stark fluktuierender erneuerbarer Energie wie Solar- und Windenergie in das bestehendes Energiesystem soll hier im Rahmen von „Power-to-Gas“-Konzepten untersucht werden. Dabei werden auftretende Stromüberschüsse zur Herstellung von Wasserstoff oder Methan verwendet und somit elektrische in chemische Energie zwischengespeichert. Bei Bedarf können die Gase zum Beispiel wieder in Strom oder Wärme umgewandelt oder der Mobilität als erneuerbarer Treibstoff zugeführt werden.

Der Spezialist für technische Gase Air Liquide Deutschland hat für eine seiner geplanten Wasserstofftankstellen in Nordrhein-Westfalen ebenfalls ein Elektrolyse-System Silyzer 100 von Siemens geordert. Dieses soll für Brennstoffzellenfahrzeuge, wie Busse oder Personenkraftwagen, den benötigten Treibstoff Wasserstoff produzieren. Als „Abgas“ entsteht bei der Nutzung von brennstoffzellenbetriebenen Fahrzeugen ausschließlich Wasserdampf. Somit können diese Fahrzeuge dazu beitragen, Feinstaubbelastungen und Verkehrslärm zu mindern.

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