Nahrungsmittelproduktion

Sieben, Sedimentieren und Flotieren – Alltag in der Abwasservorbehandlung

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Ein Beispiel für die Funktionsweise dieser Maschinen sind Siebtrommeln von Speco. Deren Kernstück ist ein rotierender, zylindrischer Siebkorb, der je nach Abwasservolumen unterschiedlich groß dimensioniert ist. In Schrägstellung im Abwasserstrom eingetaucht, siebt die Trommel die Feststoffe heraus und entleert sie durch die Drehung in einen in der Trommel installierten Sammeltrog.

Eine Förderschnecke am Boden des Trogs fördert die Feststoffe dann nach oben in ein Auslaufmodul, wo sie ausgetragen werden und z.B. in einen Sammelbehälter fallen. Da das Siebgut nach der Abtrennung oft zusätzlich gewaschen oder verdichtet wird, können entsprechende Siebgutwasch- und Kompaktiermodule Bestandteil der installierten Sieblösungen sein. Neben Siebtrommeln kommen in der Praxis vor allem Siebschnecken, Umlauf- und Filterstufenrechen zum Einsatz.

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Klassierer für die schweren Stoffe

Schwere Feststoffe wie Sand und Steine setzen sich durch ihr spezifisches Gewicht nach unten ab. Diese Eigenschaft macht man sich bei der Abwasservorbehandlung bzw. der Separation von Feststoffen zu Nutze. In der Nahrungsmittelproduktion gelangt Sand vor allem bei der Reinigung der Rohware in das Abwasser, z.B. bei der Säuberung von frisch geerntetem Obst und Gemüse, oder durch das Waschwasser bei der Säuberung von Viehtransportern.

Sand ist sehr feinkörnig und abrasiv, und kann Schäden an mechanischen Komponenten verursachen. Aus diesem Grund ist man bei der Abwasservorbehandlung bestrebt, den Sand möglichst früh abzuscheiden, bevor das Abwasser weiteren Behandlungsprozessen zugeführt wird. Sedimentationslösungen werden daher oft nach einem Grobrechen installiert, um die nachgelagerten Feinsiebmaschinen vor zu hohem Verschleiß zu schützen.

Da in industriellen Anlagen meist beengte Platzverhältnisse herrschen, empfiehlt sich statt dem Bau großer Sedimentationsbecken die Verwendung spezieller Sandabscheider, z.B. der Gritsep-Sandklassierer von Speco. Diese bestehen hauptsächlich aus einem Sedimentationsbehälter mit Ein- und Auslauf, einem Schneckenförderer und einem Sandaustragsmodul.

Das Abwasser gelangt über den Einlauf in den Behälter. Durch die herabgesetzte Fließgeschwindigkeit sinken die schweren Feststoffe auf den Behälterboden, wo sie von der Schnecke aufgenommen und nach oben zum Sandaustrag gefördert werden. Das vom Sand befreite Abwasser wird dann über einen Auslaufstutzen im oberen Bereich des Behälters wieder abgeleitet.

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