Migration eines Safety-Systems
Sicherheit für das Wattenmeer – Migration der Sicherheitssteuerung bringt Ölförderung auf neuen Stand

Ein Gastbeitrag von Simon Witt, Senior Operations Technology Engineer bei Harbour Energy Deutschland; Karsten Schwerin, Senior Service Engineer; Michael Cisler, Vertriebsingenieur beide Hima 7 min Lesedauer

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Zeit ist Geld – bei der Ölförderung sogar viel Geld. Die Migration von Automatisierungssystemen geschieht deshalb in einem engen Zeitfenster. Bei der Aktualisierung der Sicherheitssteuerungen beim größten Ölförderer in Deutschland, Harbour Energy, zahlte sich deshalb die akribische Vorbereitung durch das Team von Hima aus.

Simon Witt (Senior Operations Technology Engineer bei Harbour Energy Deutschland) und Karsten Schwerin (Senior Service Engineer bei HIMA) vor einer historischen Pferdekopfpumpe auf dem Betriebsgelände in Friedrichskoog.(Bild:  Hima Group)
Simon Witt (Senior Operations Technology Engineer bei Harbour Energy Deutschland) und Karsten Schwerin (Senior Service Engineer bei HIMA) vor einer historischen Pferdekopfpumpe auf dem Betriebsgelände in Friedrichskoog.
(Bild: Hima Group)

Am südlichen Rand des schleswig-holsteinischen Wattenmeers vor der Dithmarscher Küste schlägt das Herz der deutschen Erdölförderung: die Bohr- und Förderinsel Mittelplate. Sie fördert seit 1987 erfolgreich Erdöl aus der größten Erdöllagerstätte Deutschlands. Über die Hälfte der deutschen Ölproduktion kommt von hier. Doch der weithin sichtbare Bohrturm im Watt ist nur die Speerspitze der von Harbour Energy betriebenen Anlagen: Die Erdölinfrastruktur reicht von der Offshore-Bohrinsel durch das Wattenmeer zur Onshore-Anlage in Friedrichskoog und endet 43 Kilometer entfernt im Tanklager in Brunsbüttel.

Sicherheit hat beim Betrieb der Anlagen oberste Priorität: Zum Schutz von Menschen und Umwelt unterliegt die Ölförderung in diesem sensiblen Gebiet strengen Auflagen. Der Transport muss über die gesamte Strecke hinweg sicher und zuverlässig gesteuert werden. Bis 2024 basierten die Sicherheitssteuerungen entlang dieser Strecke auf dem bewährten „HIQuad“-System von Hima, das seit über zwei Jahrzehnten im Einsatz war. Doch nach jahrzehntelangem sicheren Betrieb wurde eine Modernisierung der Steuerungen notwendig, um den Betrieb bis zum geplanten Förderende Ende des Jahres 2041 sicherzustellen. Aufgrund der positiven Erfahrungen und der marktführenden Position von Hima entschied sich Harbour Energy Deutschland für das aktuelle „HIQuad X“-System. Insbesondere das detaillierte Migrationskonzept überzeugte.