Nano-Katalysatoren Shell She Study Award für die Erforschung von Nano-Katalysatoren

Redakteur: Manja Wühr

Für ihre Dissertation zur Entwicklung von hochleistungsfähigen Nano-Katalysatoren für die Herstellung von Methanol wurde Dr. Marie Schröter mit dem diesjährigen 11. Shell She Study Award ausgezeichnet.

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Im Rahmen ihrer Doktorarbeit am Lehrstuhl für Technische Chemie der Ruhr Universität Bochum hat Dr. Marie Schröter Nano-Katalysatoren entwickelt, die zum einen in der flüssigen Phase (teilweise weitaus) aktiver als herkömmliche Industriekatalysatoren sind, sodass mit ihnen in der flüssigen Phase mehr Methanol pro Stunde produziert werden kann. Zum anderen dienen sie der Grundlagenforschung als Modellsystem. Mit ihrer Hilfe können Fragen zum Mechanismus der Reaktion geklärt werden, was wiederum zum besseren Verständnis des Prozesses und somit indirekt zu dessen Optimierung beitragen kann.

Flüssig schlägt gasförmig

Den Prozess in der flüssigen Phase durchzuführen – üblicherweise wird die Gasphase genutzt – ermöglicht es, den Katalysator leicht auszutauschen. Hauptvorteil ist aber, dass die Wärme sich viel gleichmäßiger im System verteilt, sodass der Katalysator nicht lokal überhitzen und deaktivieren kann. Die Abwärme der Reaktion kann aufgefangen und anderen Prozessen zugeführt werden, etwa der Erzeugung von Heißdampf, der beispielsweise via Dampfturbine Strom erzeugen kann. Dazu gibt es ein Pilotprojekt in den USA.

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