MDI-Produktion

Schock für Tarragona – Covestro schließt MDI-Anlage

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Schmerzlicher Schritt aber neue Perspektiven

Dr. Joachim Wolff, Leiter der Business Unit Polyurethanes bei Covestro bezeichnet die geplante Schließung der MDI-Anlage in Tarragona als einen schmerzlichen Schritt. Man sehe aber den möglichen Aufbau eines HCl Logistik Hubs – also eines Salzsäure-Logistikzentrums – gute Chancen, die Geschäftsbeziehungen im Salzsäuremarkt Spaniens fortzuführen. Salzsäure kommt beispielsweise bei der Aufarbeitung von Erzen und in der Metallverarbeitung sowie bei der Wasseraufbereitung zum Einsatz.

Die möglichen neuen Perspektiven stellt auch Jesus Loma-Ossorio, Covestro-Landeschef in Spanien und Portugal, in den Vordergrund: „Der Standort Tarragona bleibt erhalten und ist für neue Ansiedlungen attraktiv.

Mit unseren zwei Standorten in Tarragona und Barcelona bleibt Covestro ein wichtiges Unternehmen in der spanischen Chemieindustrie. An erster Stelle steht aber die Aufgabe, den anstehenden Personalabbau im Einklang mit den hierfür vorgesehenen Verfahren so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.“

MDI ist eine wichtige Komponente zur Herstellung von Polyurethan-Hartschaum. Dieser wird zur effektiven Wärmedämmung von Gebäuden und in der gesamten Kühlkette eingesetzt. Die erzielten Energieeinsparungen führen zur Senkung der CO2-Emissionen. Ferner sorgen Anwendungen im modernen Fahrzeugbau für mehr Sicherheit.

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