Spezialchemie Saltigo zieht um – Unternehmenszentrale jetzt im Chempark Leverkusen

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Die Lanxess-Tocher Saltigo verlegt ihre Unternehmenszentrale von Langenfeld nach Leverkusen. Im September wird das Unternehmen mit gut 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das bisherige Lanxess-Hauptgebäude (K 10) im Chempark beziehen. Damit soll der Standort Leverkusen gestärkt und als weltweit wichtigster Lanxess-Standort für den Megatrend Landwirtschaft weiter ausgebaut werden.

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Saltigo, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Spezialchemie-Konzerns Lanxess, zieht um: Ab September dieses Jahres wird der Feinchemie-Spezialist seine Unternehmenszentrale von Langenfeld nach Leverkusen verlegen und seine weltweiten Geschäfte künftig vom Gebäude K 10 aus steuern.
Saltigo, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Spezialchemie-Konzerns Lanxess, zieht um: Ab September dieses Jahres wird der Feinchemie-Spezialist seine Unternehmenszentrale von Langenfeld nach Leverkusen verlegen und seine weltweiten Geschäfte künftig vom Gebäude K 10 aus steuern.
(Bild: Lanxess)

Köln/Leverkusen – „Damit Saltigo seinen Wachstumskurs auch in Zukunft effizient steuern kann, benötigt das Unternehmen eine Zentrale, die optimale Bedingungen bietet“, erläutert Lanxess-Vorstandsmitglied Werner Breuers die Gründe für den Umzug. „Die werden wir mit der neuen Hauptverwaltung in unmittelbarer Nähe zu Forschung und Produktion jetzt schaffen.“ Als einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Kundensynthese betreibt Saltigo Produktionsstätten in Leverkusen und Dormagen. Von den weltweit rund 1200 Mitarbeitern wird Saltigo künftig 1100 an seinem neuen Heimatstandort Leverkusen beschäftigen.

„Gezielte Investitionen werden auch künftig dafür sorgen, dass Saltigo im dynamischen Custom Manufacturing-Markt optimal aufgestellt bleibt“, erklärt Wolfgang Schmitz, Geschäftsführer von Saltigo. So wird das Unternehmen bis 2015 in Leverkusen insgesamt bis zu 100 Millionen Euro in das Geschäft mit Agrowirkstoffen investieren. Rund ein Fünftel davon wird Saltigo beispielsweise aufwenden, um in vier Betrieben zusätzliche Kapazitäten für die Feststoffisolierung zu schaffen. „Wir verfügen auch in diesem Jahr über eine gut gefüllte Projektpipeline“, so Schmitz. „Gerade die Kunden in unserem Schwerpunktbereich Agrochemie gehen derzeit von einer weiterhin positiven Marktentwicklung aus.“

Die Verlegung der Saltigo-Unternehmenszentrale ist Teil einer Reihe von Nachfolge-Umzügen, nachdem der Spezialchemie-Konzern Lanxess seine Konzernzentrale jetzt nach Köln verlegt hat. Bis einschließlich Januar 2014 werden allein in Leverkusen Geschäftsbereiche und Zentralfunktionen aus elf Bürogebäuden in nur vier umziehen, die Lanxess gehören.

Solide Zukunftsaussichten für das Agro-Geschäft

Mit dem Umzug von Saltigo nach Leverkusen will Lanxess seinen weltweit wichtigsten Standort für den Megatrend Landwirtschaft stärken. 17 der 43 hier ansässigen Lanxess-Betriebe stellen mit rund 1400 Mitarbeitern unter anderem Produkte her, die nach Weiterverabeitung in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Der Custom-Manufacturing-Spezialist Saltigo produziert hier Wirkstoffe für Insektizide, Fungizide, Herbizide und Insektenabwehrmittel (Repellents).

Der Geschäftsbereich Advanced Industrial Intermediates stellt eine breite Palette von Zwischenprodukten her, die unter anderem als Vorprodukte für die Agrochemie sowie als Futtermitteladditive eingesetzt werden. Und Functional Chemicals sorgt beispielsweise für die farbliche Kennzeichnung von behandeltem Saatgut. Dies dient der Unterscheidung bestimmter Saatgutarten, dem Schutz vor Vogelfraß sowie der verbesserten Stabilität der Formulierungsrezeptur beziehungsweise als Füllstoff.

Rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes erzielt der Spezialchemie-Konzern bereits jetzt mit seinem Agro-Geschäft. Mit soliden Zukunftsaussichten: Das durchschnittliche Wachstum des weltweiten Agrochemikalien-Marktes wird auf drei bis vier Prozent jährlich geschätzt. Gründe hierfür sind die wachsende Weltbevölkerung, steigender Wohlstand in den Wachstumsländern und weniger Anbauflächen. „Künftig gilt es, Kulturpflanzen durch eine Vielfalt von Methoden und den gezielten Einsatz moderner Wirkstoffe optimal zu schützen, um mehr Erträge auf begrenzten Flächen zu gewinnen und Ressourcen zu schonen“, erklärt Schmitz.

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