Rundsiloaustrag Rundsilos mit rotierendem Zwei-Arm-Ausräumer ausstatten

Autor / Redakteur: Christian Hütt / Sabine Mühlenkamp

Anhaftende, schwer und fast nicht mehr fließfähige Güter, die kaum noch als Schüttgüter zu bezeichnen sind, können in herkömmlichen Silos und Bunkern selten sachgerecht bevorratet, geschweige denn ausgetragen werden. Die Lösung liegt in einem besonderen Silobau und einem kraftvollen Ausräumer.

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Die Siloentleerung geschieht per Schwerkraft durch die Auslauföffnung. Das darunter befindliche Abförderorgan, für pastöse Stoffe eher eine Doppelförderschnecke mit kämmenden Schneckenwellen und progressiver Fördergewindesteigung, generiert die gewünschte Siloabgabemenge. Damit wird das Abförderorgan zum Dosierer.
Die Siloentleerung geschieht per Schwerkraft durch die Auslauföffnung. Das darunter befindliche Abförderorgan, für pastöse Stoffe eher eine Doppelförderschnecke mit kämmenden Schneckenwellen und progressiver Fördergewindesteigung, generiert die gewünschte Siloabgabemenge. Damit wird das Abförderorgan zum Dosierer.
(Bild: Segler)

Der Auslaufkonus eines herkömmlichen Silos ist schon für Standardprodukte nicht immer ideal. Seine kegelförmig nach unten verengende Geometrie erhöht die Partikelwandreibung. Diese beeinträchtigt selbst bei relativ gut rieselnden Produkten die Siloentleerung. Bei Entleerungen ist der Partikelstrom aufgrund dieser Reibung zur Gehäusewand hin langsamer als in der Mitte. Gegebenenfalls bildet sich in der Mitte ein vertikaler Kanal mit Materialfluss (Kernfluss).

Meist ist dies das Vorstadium einer späteren Verstopfung. Betriebspersonal beugt dem gegebenenfalls zyklisch mit Hammerschlägen vor, was zu verbeulten Auslaufkonen führt und Gutanhaftungen weiter begünstigt.

Um Silos zuverlässig auch für anhaftende, pastöse Güter zu nutzen, sollten sie für eine geringstmögliche Wandreibung und Kompression durch den Schüttdruck nach unten vergrößert sein, über Einrichtungen verfügen, die die Entleerung wirksam unterstützen und oben eine Verteileinrichtung besitzen. So lässt sich die Vorratskapazität nahezu der gesamten Bauhöhe, trotz ungleichförmig spitzem Schüttkegel, ausnutzen.

Rundsilos lassen sich mit einem rotierenden Zwei-Arm-Ausräumer ausstatten. Dies ermöglicht einen flachen Siloboden, wodurch der untere Silobereich mit zylindrischem Querschnitt besser ausgenutzt wird. Durch die Bewegung der Arme bleibt die Silofüllung in Bewegung und es ist stets eine ausreichende Menge für die Auslauföffnung verfügbar.

Gelegentliches Reversieren der Drehrichtung vermeidet Hohlräume im Silo. Um den Drehmomentbedarf des Ausräumers zu verringern und die Scherwirkung seiner Arme in der Silomaterialsäule zu verbessern, sollten die in die Silofüllung schneidenden Armkanten eine große Fase aufweisen. So wirken sie wie ein Messer. Dabei ist es besser, die Schneidkante unten anzusetzen, sodass der Siloinhalt Auftrieb erfährt. So wird eine Produktverdichtung zwischen Siloboden und Ausräumer insbesondere für die Abdichtung der Arbeitswelle vermieden. Zudem wird etwas mehr Mischwirkung gegen das zwangsläufige Entmischen ruhender Siloinhalte bewirkt. Dabei muss der Ausräumer meist nicht schneller als zwei Umdrehungen pro Minute rotieren.

Das Silo wird über die Schwerkraft durch die Auslauföffnung entleert. Darunter befindet sich ein Abförderorgan, das zum Dosierer wird und die gewünschte Siloabgabemenge generiert. Für pastöse Stoffe sollte eine Doppelförderschnecke mit kämmenden Schneckenwellen und progressiver Fördergewindesteigung gewählt werden.

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