Palettiersystem

Roboter-Palettiersystem für die Füllstoffproduktion

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Der Ablauf

Die Abfüllanlage formt die Säcke, füllt sie mit dem Produkt und verschließt sie. Dann laufen sie auf einem Kurvenband, das bereits zum Lieferumfang von Koch gehört, in die Roboterzelle. Als nächste Station folgt ein Pressband, das die letzte verbliebene Luft aus den Säcken herausdrückt.

Dirk Lehnhardt faltet einen leeren Sack auseinander und erläutert das Funktionsprinzip. „Hier sind mithilfe einer Labyrinth-Verschweißung Kanäle eingearbeitet, durch die sich die Luft herauspressen lässt, deren Ventilfunktion aber später ein Eindringen von Wasser verhindert. Die praktisch luftleeren Säcke sind kompakter und sicherer zu palettieren.“

Nach dem Egalisieren fahren die Säcke auf einem Zuführband und einem kurzen Rollenförderer gegen einen Endanschlag.

In diesem Bereich haben die Koch-Spezialisten einen Knickarmroboter mit einem anwendungsspezifischen Multifunktionsgreifer installiert, der eine Tragfähigkeit von 100 Kilogramm besitzt. Zuerst greift der Roboter eine Leerpalette aus dem Zentriergestell und legt sie auf die Abnahmerollenbahn, auf der sie fixiert wird. Anschließend deckt er die Palette mit einem Schonbogen ab, den er aus einem Magazin holt. Lehnhardt deutet auf eine Leerpalette, aus der Nagelköpfe und Holzsplitter ragen. „Die Schonbogen schützen die Kunststoffsfolie der Säcke vor Beschädigungen sowie vor Spritzern von unten, die zum Beispiel beim Transport durch Gabelstapler über nasses Gelände auftreten könnten.“

Liegt ein Sack am Endanschlag, sendet die an dieser Stelle angebrachte Lichtschranke ein entsprechendes Signal an die SPS-Anlagensteuerung der Roboterzelle. Die SPS gibt die Information an die Roboter-Steuerung weiter, die den Industrieroboter daraufhin in die Abnahmeposition verfahren lässt. Dort schiebt der Roboter die Gabeln seines Greifers zwischen die Rollen der Fördertechnik und nimmt den Sack auf. Lehnhardt geht außerhalb des Schutzzauns zum Roboter, um die Details des von Koch entwickelten Greifers zu erklären.

„Der Sackgabelgreifer, der mit seinem Servomotor zur neuesten Greifergeneration zählt, ist für verschiedene Produktabmessungen ausgelegt. Zudem verfügt er neben seinen Gabeln über vier herunterklappbare Arme mit Saugnäpfen, die die Schonbogen aufnehmen. Mit diesen Armen greift er auch die Leerpaletten.“

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