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Namur-Hauptsitzung 2014

Remote Control im täglichen Anlagenbetrieb

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Drei Beispiele, die bereits existieren, sind etwa der Automation App Store der BASF, das Einbinden von orts- und situationsspezifischen Informationen mithilfe der Augmented Reality oder Smart glasses. Bei Letzterem werden in die persönliche Schutzbrille der Mitarbeiter Informationen eingeblendet. Dies kann vor dem Hintergrund interessant werden, dass zunehmend Mitarbeiter ein größeres Areal kontrollieren müssen.

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Für Klettner stellen hier drahtlose und mobile Technologien künftig einen „Enabler“ für innovative Anwendungen dar. Um den Einsatz in der Automatisierungstechnik effizient zu gestalten, muss eine sichere und transparente Infrastruktur geschaffen werden, damit mobile Anwendungen durchgängig und einfach genutzt werden können. „Die IT wird sich in Zukunft mehr und mehr für die Industrieautomation interessieren. Wir müssen also die Interessen der Automatisierungstechnik einbringen“, so Klettner abschließend.

Smarte Sensoren erfüllen Anwenderwünsche

Die Frage nach smarten Sensoren trieb auch Dr. Thomas Steckenreiter, Bayer Technology Services, um. Insbesondere Sensoren, die ähnlich den menschlichen Sinnen nachempfunden Informationen sammeln, um dann eine Entscheidung zu treffen, werden in Zukunft gefragt sein. Die technischen Möglichkeiten sind bereits da, so könnte man die optischen Sensoren von Handykameras nutzen, um zweidimensionale Streumuster an monochromatischen Lichtquellen für Kristallisationsprozesse zu messen und diese zur Prozessteuerung nutzen.

Wie smarte Sensoren in Zukunft aussehen können und wie sie in Zukunft die Prozessindustrie beeinflussen – dies wird Thema der nächsten Hauptsitzung sein. Ein Beispiel brachte Steckenreiter schon einmal in Form eines miniaturisiertes Mikromassenspektrometer mit, das Krohne gemeinsam mit der TU Hamburg-Harburg entwickelt hat. Dieses ist bereits für die Feld- und Inline-Spektroskopie verfügbar. Dabei zögerte Steckenreiter nicht, die Vorgaben an den Smart-Sensor hoch zu hängen. „Ein Smart-Sensor wird in Zukunft ein Sensorsystem sein, das u.a. mehrere Messgrößen erfasst, sich automatisch in die Anlagenarchitektur integriert und sich selbst kalibriert.“

Die Anwender dürfen gespannt sein, wie viel davon bis zur nächsten Hauptsitzung umgesetzt ist. Einen beeindruckenden Einblick bekamen sie mit dem Film, wie ein Tomograph die Auflösung von Salzkörnern in einer Rohrleitung darstellte. Lange Zeit blieb die genaue Darstellung, wie dieser Prozess vor sich geht, eine Wunschvorstellung. Die Entwicklung von Krohne, im nächsten Jahr Sponsor, kam diesem Wunschgedanken etwas näher.

Einen Artikel mit Bildergalerie zum ersten Tag der Namur-Hauptsitzung finden Sie hier: Namur Hauptsitzung 2014: Herausforderung Modularisierung – Mit Intelligenz punkten

* Die Autorin ist freie Mitarbeiterin der PROCESS. Kontakt: redaktion@process.de

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Über den Autor

Wolfgang Ernhofer

Wolfgang Ernhofer

Redakteur