PEM-Technologie Wasserstoff-Hochlauf: Gigahub für Elektrolyseure eröffnet

Quelle: Dechema 1 min Lesedauer

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Das Unternehmen Quest One startet in Hamburg die Serienfertigung von PEM-Elektrolyse-Stacks. Die Konzepte für die Umsetzung wurden im Rahmen des Wasserstoff-Leitprojekts H2Giga des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erarbeitet. Die Fabrikeröffnung ist ein Meilenstein für Deutschlands Wasserstoff-Hochlauf.

Der Moment der Eröffnung: Zwei Kinder haben den Knopf gedrückt, um die Fabrik offiziell in Betrieb zu nehmen. Mittig in der Gruppe zu sehen: Bundeskanzler Olaf Scholz.(Bild:  PTJ/ Katharina Stranzenbach)
Der Moment der Eröffnung: Zwei Kinder haben den Knopf gedrückt, um die Fabrik offiziell in Betrieb zu nehmen. Mittig in der Gruppe zu sehen: Bundeskanzler Olaf Scholz.
(Bild: PTJ/ Katharina Stranzenbach)

Bundeskanzler Olaf Scholz hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Hamburg eine Fabrik des Wasserstoff-Spezialisten Quest One (ehemals H-Tec Systems) eröffnet. Das BMBF wurde unter anderem durch Till Mansmann, den Innovationsbeauftragten Grüner Wasserstoff, repräsentiert. Im Vollausbau können vor Ort jährlich PEM-Stacks mit einer Leistung von voraussichtlich mehr als fünf Gigawatt gefertigt werden.

Bisher werden Elektrolyseure noch größtenteils per Hand hergestellt. Die neue, automatisierte Fertigung reduziert die Produktionszeit um etwa 75 Prozent und steigert damit die Wirtschaftlichkeit und Fertigungsqualität erheblich. Die Umstellung der Elektrolyseur-Produktion in die Serienfertigung ist übergreifendes Ziel des Wasserstoff-Leitprojekts H2Giga. Das H2Giga-Projekt Pep.in hat daher Möglichkeiten der Automatisierung des gesamten Produktionsprozesses analysiert und an realen Anlagen erforscht. Die Projektbeteiligten haben weiterhin eine Produktionsstrategie entwickelt und deren Umsetzung anhand einer detaillierten Fabrikplanung analysiert.

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Pep.in arbeitet zudem an einem optimierten Stack-Design für die automatische Produktion und forscht am Stack der Zukunft. Dabei integrieren die Forschenden beispielsweise intelligente Überwachungssysteme in den Herstellungsprozess. Diese ermöglichen einen optimalen Betrieb der Elektrolyseure über die gesamte Lebensdauer. Zuletzt entwickelt Pep.in Logistikkonzepte, um eine qualifizierte und massenfertigungsgerechte Lieferkette sicherzustellen.

Die im neuen Werk hergestellten Stacks basieren auf der PEM-Technologie (englisch: Proton Exchange Membrane). PEM-Elektrolyseure erzeugen Wasserstoff durch die Spaltung von Wasser ohne Zusatz von Chemikalien. Sie sind für die Kopplung mit schwankenden Stromquellen besser geeignet als alkalische Elektrolyseure. Das Bundesforschungsministerium fördert Pep.in mit insgesamt 27 Millionen Euro, davon bis zu 13,6 Millionen Euro für Quest One.

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