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Anwendungsbeispiel Milchpulver
Anhand eines Produktes wurde der Einfluss diverser Parameter auf die Produkteigenschaften vom Labormaßstab über ein Scale-up an der Pilotanlage bis hin zum Produktionsmaßstab mit Lebensmittelzulassung für die milchverarbeitende Industrie durchgeführt.
Ziel war es, ein Agglomerat aus Milchpulver mit einem Fettanteil von 26 Prozent mit geringer Korngrößenverteilung, einem mittleren Durchmesser von 900 µm und einer Schüttdichte von einerseits 250 g/l und andererseits 500 g/l zu erzeugen. Die Restfeuchte des Produktes war mit <3% durch die Lagerstabilität begrenzt. Die Versuche sowie die Produktion wurden bei der Glatt Ingenieurtechnik in Weimar auf der Laboranlage ProCell LabSystem bzw. der lebensmittelrechtlich zugelassenen Produktionsanlage durchgeführt. Ausgehend von den Versuchen an der Laboranlage wurden die Parameter für die Produktion berechnet. In erster Linie kann der Sprühdruck nicht einfach errechnet werden, sondern wird im ersten Masterbatch empirisch ermittelt. In diesem Beispiel wurde die Batchgröße eines 5-kg-Versuches auf eine Produktionsgröße von 300 kg umgerechnet. Die Eigenschaften des Produktes konnten in der Produktion nach Anpassen des Sprühdrucks sowie der Luftmenge reproduziert werden. Eine Erhöhung der Schüttdichte konnte durch Vorlage einer größeren Produktmenge erzielt werden. Durch die größere Schütthöhe entstehen Agglomerate, die stärker verdichtet werden. Dies kann gegebenenfalls zu einer Verzögerung der Löslichkeit führen, was in oben genanntem Beispiel jedoch nicht der Fall war.
* Die Autorin ist Verfahrensingenieurin der Glatt Ingenieurtechnik, Weimar.
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