Feldgeräteintegration

Profibus PA-Profil 3.02 erleichtert die nachhaltige Integration von Feldgeräten

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Angesichts des bisherigen Vorab-Lobs der Anwender sollte die Umsetzung des Profils im Markt rasch voran gehen – so wird Endress + Hauser mit Levelflex M das erste Produkt mit dem Profibus PA-Profil 3.02 auf den Markt bringen. „Im Zeitraum bis 2011 werden weiterhin Deltabar M, Cerabar M und Deltapilot M sowie Liquiline CM44 folgen. Andere Gerätetypen werden zusätzlich in dieser Zeit mit dem Profil 3.02 im Markt verfügbar sein“, erklärt Dr. Müller. „Zukünftig sollen alle neuen Profibus-Gerätetypen mit Funktionalität nach Profil 3.02 ausgerüstet werden.“

Zusätzlich wird Endress+Hauser einen einheitlichen und einfachen Webzugang zu den Beschreibungsdateien schaffen. In einer Datenbank können Anwender über das Internet ganz leicht die passenden Treiber für das jeweilige Feldgerät finden. „Der „Device Driver Viewer“ ist eine Web-basierte Applikation, die auf Basis der Seriennummer eines individuellen Feldgerätes das für ein bestimmtes Leitsystem optimale Integrationsobjekt (Dokumente, Treiber etc.) bereitstellt“, erklärt Dr. Müller. Basis hierfür ist die Endress+Hauser Datenbank w@m (web enabled asset management), in der für alle produzierten Geräte u.a. alle integrationsrelevanten Objekte eines Feldgerätes (Eigenschaften, Dokumente, Treiber etc.) abgelegt und über des Lebenszyklus des Gerätes aktuell gehalten werden.

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Damit die Qualität von Beginn an stimmt, hat die PNO bereits im vergangenen Jahr die entsprechenden Aktivitäten für die Etablierung der Zertifizierung der neuen Funktionen des PA-Profils V3.02 angestoßen. „Der Zertifizierungsdienst wird mit dem Erscheinen der ersten Produkte zur Verfügung stehen“, berichtet Dr. Wenzel. Die für diesen Bereich akkreditierten Prüflabore arbeiten derzeit an der Umsetzung der Testfälle in ihre Testsysteme.

Weitere Untersuchungen

„Bevor weitere Schritte angedacht werden, sollte die praktische Umsetzung des neuen Profibus PA Profil V3.02 nachgewiesen werden“, mahnt Pelz und schlägt vor, dass im ersten Schritt in einem herstellerneutralen Testaufbau die neuen Funktionserweiterungen und Verbesserungen tief greifender als in einer wirklichen Produktionsanlage untersucht werden. „Anhand solcher Untersuchungsergebnisse lassen sich dann, vielleicht wieder in einer guten Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Anwendern, weitere Schritte definieren.“

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