Feldgeräteintegration

Profibus PA-Profil 3.02 erleichtert die nachhaltige Integration von Feldgeräten

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Die zentrale Frage ist, wie integriere ich die Geräte so, dass sie auch noch in zwanzig Jahren zuverlässig arbeiten? Ein Weg ist das Profibus PA Profil V3.02. Dieses Applikationsprofil für Profibus-PA-Geräte definiert für verschiedenste Gerätetypen herstellerunabhängige Geräteparameter und -funktionen. Ein grundlegender Anspruch an die Feldgeräteintegration ist, dass sie keine Pflegeaufwendungen verursacht. Dies erfordert eine geeignete Versionspolitik von Geräten, Gerätedateien und Software-Plattformen, die zu einer Minimierung von Pflegeaufwendungen der Geräteintegration über den Lebenszyklus einer Produktionsanlage führt.

„Der Standardisierung der automatischen Übernahme der Funktionen von Vorgängermodellen kommt hierbei eine Schüsselrolle zu. Diese Festlegungen vereinfachen die Geräteintegration beim Gerätetausch wesentlich“, so Dr. Peter Wenzel, Geschäftsführer der PNO. „Bei einem solchen Gerätetausch stellt sich das Ersatzgerät automatisch auf die gewünschte Variante ein, so dass im ersten Schritt keine Neukonfiguration bei stillgelegter Anlage erfolgen muss.“

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Weiter gehören dazu einheitliche Kompatibilitätsregeln für die Software-Entwicklung von Geräten und die einheitliche Kennzeichnung der Softwareversion und der Version der Beschreibungsdatei am Gerätegehäuse. „Die herstellerübergreifenden Regeln zur Überprüfung der Kompatibilität von Beschreibungsdateien und Gerät durch ein leittechnisches System sowie die Optimierung der Übertragungszeiten beim Up/Download von Geräteparametern, z.B. beim Gerätetausch, sind weitere entscheidende Elemente“, zählt Dr. Jochen Müller, Marketing Manager Digital Communication Systems bei Endress + Hauser (E+H) Process Solutions auf.

Anwender begrüßen Entwicklung

Die ersten Reaktionen sind positiv, so Dr. Wenzel: „Das PA-Profil V3.02 kommt insbesondere bei den Endanwendern hervorragend an. Das hohe Maß an positiver Reaktion der Prozessindustrie liegt in der Umsetzung von einigen Anforderungen begründet, die die chemische Industrie über die Namur an die PNO gerichtet hat. „Die Funktionserweiterungen und Verbesserungen des neuen Profibus PA Profils V3.02 decken sich mit den zukünftigen Anwenderanforderungen nach einer einfacheren und nachhaltigeren Technologie“, befindet Michael Pelz, Leiter des Arbeitskreises 2.6 ‚Feldbus‘ bei der Namur und Electrical Engineer HPP bei Clariant Produkte, der die im PA Profil V3.02 spezifizierten Maßnahmen zur Vereinfachung des Life Cycle Managements für die Feldgeräteintegration genau so wie die verpflichtend gewordene Status- und Diagnoseinformationen nach der Namur-Empfehlung 107 „Selbstüberwachung und Diagnose von Feldgeräten“ begrüßt.

„Auch die Überprüfung von Kompatibilitätsregeln durch die Profibus-Zertifizierung und die Verkürzung der Lade- und Auslesezeiten von Geräteparametersätzen, ist als Schritt in die richtige Richtung zu werten“, so Pelz. Mit diesen Maßnahmen erhofft man sich u.a. geringere Betriebskosten und Engineeringaufwand beim Umgang mit der Feldbustechnologie. In Verbindung mit einer noch schnelleren Inbetriebnahme sowie schnellerem Gerätetausch sowie beschleunigten Diagnose- und Wartungsarbeiten sollen so die Lebenszykluskosten minimiert werden.

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