Schmierstoffverbrauch Produktionswachstum zieht erhöhten Schmierstoffverbrauch nach sich

Redakteur: Jon Augestad

Beim weltweiten Bedarf nach Schmiermitteln wird erwartet, dass er jährlich um 2,3 Prozent ansteigt und 2010 einen Stand von 41,8 Millionen Tonnen erreichen wird. Die Zunahme bei Schmiermitteln im Kraftfahrzeugbereich wird durch eine weltweit steigende Anzahl an Kraftfahrzeugen sowie durch eine steigende Zahl der dadurch zurückgelegten Gesamtkilometer bewirkt.

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Hinzu kommt das Wachstum der weltweiten Produktionskapazitäten, das den Bedarf nach Schmierstoffen und Hydraulikölen zusätzlich steigern wird. Der vorherrschende weltweite Trend geht in Richtung Reduktion des Schmierstoffverbrauchs, sowohl aus Gründen des Umweltschutzes als auch der Kosteneffektivität. Diese und andere Trends wurde in der Studie „World Lubricants“ der „Freedonia Group“, einer Marktforschungsfirma, die sich im US amerikanischen Cleveland befindet, veröffentlicht. Von der Asien-Pazifik-Region wird angenommen, dass sie am schnellsten wächst, besonders der chinesische Markt. Die asiatische Region ist gekennzeichnet durch rasante Expansion im Bereich der Fertigung und der Kraftfahrzeugeanzahl. Geringer Anstieg in der höher entwickelten japanischen Schmierstoffindustrie wirkt diesem Trend jedoch entgegen.

Unterschiedliche Zuwächse in den Wachstumsmärkten

Der Bedarf in den weiter entwickelten Märkten Nordamerikas und Westeuropas wird deutlich unterhalb des weltweiten Durchschnitts liegen, was an geringerem wirtschaftlichen Wachstum der Regionen sowie an gestiegenen Ablaufintervallen bei Schmierstoffen liegt. Andere Weltregionen, eingeschlossen Lateinamerika und Afrika/Naher Osten werden im Allgemeinen günstige Steigerungsraten erleben, was wiederum gestiegenen Produktionskapazitäten und einem wachsenden Gebrauch von Kraftfahrzeugen zuzuschreiben ist.

Bedarf in Osteuropa unterdurschnittlich

Der Bedarf in Osteuropa wird jedoch unterdurchschnittlich anwachsen, was am Einzug von westeuropäischen Trends in Richtung höherwertiger Produkte und einem damit verbundenen geringeren Schmierstoffverbrauch liegt. Obwohl Maschinenöle weiterhin nahezu die Hälfte des gesamten Schmierstoffverbrauchs ausmachen werden, wird das schnellste Wachstum für Verfahrensschmierstoffe erwartet, die während der Prozesse häufig verbraucht werden. Auch Steigerungen bei hydraulischen Flüssigkeiten werden den weltweiten Durchschnitt bei Schmierstoffen übertreffen, angetrieben durch wachsende Förderaktivitäten sowie der Öl- und Gas-Förderung, ebenso wie durch einen wachsenden Einsatz von Maschinen in der Agrar- und Bauwirtschaft in Entwicklungsländern.

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