Klärschlammverwertung Premiere – Kläranlage Linz-Unkel nutzt bioökonomisches Verfahren von Pyreg

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Der Zweckverband Abwasserbeseitigung Linz-Unkel hat sich für das Pyreg-Verfahren bei der Verwertung der anfallenden Klärschlämme entschieden. Es ist die erste Kläranlage in Deutschland, die auf diese Technologie setzt, um Klärschlämme künftig nicht nur wirtschaftlicher und umweltfreundlicher, sondern auch ressourcenschonender zu verwerten.

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Helmut Gerber, geschäftsführende Gesellschafter von Pyreg, ist zuversichtlich, dass das Beispiel Linz-Unkel Schule machen dürfte.
Helmut Gerber, geschäftsführende Gesellschafter von Pyreg, ist zuversichtlich, dass das Beispiel Linz-Unkel Schule machen dürfte.
(Bild: Pyreg)

Dörth – Das Besondere am Pyreg-Verfahren: Der Phosphor, der in Klärschlämmen vorhanden ist, bleibt durch die neue Technologie zu 100 % erhalten.

Mit der Entscheidung für diese Technik reagiert der Abwasserzweckverband Linz-Unkel heute schon richtungsweisend auf die Maßgaben zur Bioökonomie aus dem Koalitionsvertrag. In ihm wird nicht nur die Rückgewinnung des weltweit zur Neige gehenden Rohstoffes Phosphor postuliert. Auch soll nach dem Willen der großen Koalition die landwirtschaftliche Ausbringung der Klärschlämme nach den Ehec-Skandalen vollständig unterbunden werden.

Das Pyreg-Verfahren soll als vielversprechende und zukunftsgerichtete Technologie nun in Rheinland-Pfalz zum Einsatz kommen. Mit seiner Hilfe werden Klärschlämme vollständig hygienisiert und schädliche Keime abgetötet. Der so zurückgewonnene Phosphor zeichnet sich zugleich auch durch eine hohe Pflanzenverfügbarkeit aus.

Staatssekretär Dr. Thomas Griese aus dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten des Landes Rheinland Pfalz, äußerte dazu, dass die neue Anlage eine Pilotfunktion über die Landesgrenzen hinaus hätte.

Auch bei Pyreg ist man zuversichtlich, dass das Beispiel Linz-Unkel nun Schule machen dürfte. Der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens Dipl.-Ing. Helmut Gerber freut sich über die Entscheidung aus Linz: „Unsere Technologie arbeitet zuverlässig und unsere Anlagen haben ihre Eignung unter Beweis gestellt. Im nachhaltigen Umgang mit Klärschlamm ist das Pyreg-Verfahren zum heutigen Zeitpunkt alternativlos.“

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