Einhub des Elektrodenkessels Leuna erreicht wichtigen Schritt bei wegweisendem Power-to-Heat-Projekt

Quelle: Infra Leuna 2 min Lesedauer

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Mit dem Einhub des 35-Megawatt-Elektrodenkessels hat das Power-to-Heat-Projekt von Infra Leuna und 50Hertz einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Die Anlage wird künftig überschüssigen Ökostrom in Dampf umwandeln und damit einen wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Energieversorgung am Chemiestandort Leuna leisten.

Der Elektrodenkessel in der vorbereitete Stahlkonstruktion auf dem Gelände des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks 2 der Infra Leuna.(Bild:  Infra Leuna/ Lx Press)
Der Elektrodenkessel in der vorbereitete Stahlkonstruktion auf dem Gelände des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks 2 der Infra Leuna.
(Bild: Infra Leuna/ Lx Press)

Am Chemiestandort Leuna schreitet das europaweit einzigartige Power-to-Heat-Projekt von Infra Leuna und 50 Hertz voran. Mit der Lieferung und dem Einhub des 35-Megawatt-Elektrodenkessels wurde nun ein zentraler Meilenstein erreicht. Der Kessel bildet das Herzstück der Anlage, die künftig Strom aus erneuerbaren Energien in Dampf umwandeln und damit die bestehende Dampferzeugung klimafreundlich ergänzen wird. Mit dieser Technologie wird europaweit zum ersten Mal ein Druckniveau von 47 bar(ü) erreicht.

Nach monatelanger Vorbereitung traf der Elektrodenkessel, Fabrikat Inopower, am 3. November per Schwertransport am Chemiestandort Leuna ein. Das 33 Tonnen schwere Bauteil wurde mit einem Spezialkran von Mammoet Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Anlagenerrichter Etabo Energietechnik und Anlagenservice millimetergenau in die vorbereitete Stahlkonstruktion auf dem Gelände des Gas- und Dampfturbinenkraftwerks 2 der Infra Leuna eingesetzt. „Der Einhub des Kessels ist ein beeindruckender technischer Moment – und ein sichtbares Zeichen dafür, dass unser Projekt planmäßig voranschreitet“, sagte Dr. Christof Günther, Geschäftsführer von Infra Leuna. „Mit dem Einhub des Elektrodenkessels wird aus einem Plan nun greifbare Realität. Dieses Projekt ist das erste Power-to-Heat-Projekt in Leuna und ein Meilenstein auf unserem Weg, den Chemiestandort für die Zukunft nachhaltig aufzustellen.“

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Der Einhub des Kessels ist Teil 2 eines komplexen Vorhabens. Da der Kessel seitlich aus keiner Richtung mit vertretbarem Aufwand ins Gebäude eingebracht werden konnte, wurde der Einhub über das Dach gewählt. Bereits im August wurde projektvorbereitend eine teilweise in Betrieb befindliche Doppelschornsteinanlage so umgebaut bzw. demontiert, dass der benötigte Raum für den Einhub geschaffen werden konnte.

Ein weiterer Schritt zur klimaneutralen Industrie

Die neue Anlage soll künftig bis zu 45 Tonnen Dampf pro Stunde mit den von Elektrodenkesseln bisher unerreichten Parametern 47 bar(ü) und 320 °C bereitstellen. Der erzeugte Dampf wird in das bestehende Hochdruck-Dampfsystem der InfraLeuna eingespeist und steht damit den ansässigen Chemieunternehmen zur Verfügung. Die Kraftwerke der Infra Leuna können immer dann zurückgefahren werden, wenn der Kessel Strom aufnimmt und in Wärmeenergie umwandelt. So kann bei steigendem Anteil regenerativ erzeugten Stroms der Einsatz von Erdgas reduziert werden.

Durch die Nutzung von Überschussstrom aus erneuerbaren Energien trägt das Projekt zur Netzstabilität bei und reduziert gleichzeitig CO2-Emissionen am Standort erheblich.

Mit dem Einhub des Kessels ist das Herzstück der Anlage auf seinem Platz und läutet den Beginn der Hauptmontagephase ein. In den kommenden Wochen folgen die Installation der Rohrleitungen und der Kabeltrassen inklusive deren Belegung. Die kalte Inbetriebsetzung der Power-to-Heat-Anlage ist weiterhin für Februar 2026 vorgesehen mit dem Ziel die Anlage bis Mai 2026 in den kommerziellen Dauerbetrieb zu nehmen. Dann kann sie in die Netzsteuerungsprozesse bei 50 Hertz eingebunden werden. Sie befindet sich im Eigentum und Betriebsführung von Infra Leuna, die sie eigenverantwortlich vermarktet und wirtschaftlich nutzt. Gleichzeitig verfügt 50 Hertz über ein vorrangiges Zugriffsrecht, um die Anlage bei Bedarf zur Netzstabilisierung einzusetzen.

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