Branchenverband erwartet moderates Plus Prozessautomation: Auftragseingänge wachsen 2025 leicht

Quelle: Zvei e. V. 2 min Lesedauer

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Nach einem schwierigen Jahr sendet die Prozessautomation wieder positive Signale: Der Zvei meldet für 2025 leicht steigende Auftragseingänge – getragen von robusten Branchen wie Öl & Gas, Wasser/Abwasser und Pharma.

Die Prozessautomatisierung verzeichnet 2025 ein moderates globales Wachstum, bleibt aber in Deutschland und China leicht rückläufig.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Prozessautomatisierung verzeichnet 2025 ein moderates globales Wachstum, bleibt aber in Deutschland und China leicht rückläufig.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die globalen Auftragseingänge für Messtechnik und Prozessautomatisierung sind zwischen Januar und September 2025 im niedrigen einstelligen Prozentbereich gewachsen. Die Unternehmen verzeichneten eine positive Entwicklung aus den Abnehmerbranchen Öl und Gas (hohes einstelliges Wachstum), Wasser und Abwasser sowie Pharma (beide mittleres einstelliges Wachstum). Beim Umsatz dagegen ist bisher lediglich eine seitliche Bewegung gegenüber dem Vorjahr festzustellen.

Bei der regionalen Betrachtung zeigten sich im bisherigen Jahresverlauf die Region Middle East (hohes einstelliges Wachstum) sowie Indien (mittleres einstelliges Wachstum) stark. Auch viele asiatische Länder (ohne China) entwickeln sich positiv (geringes einstelliges Wachstum). Europa ohne Deutschland hält sich stabil. Deutschland und China sind hingegen leicht rückläufig (niedriger einstelliger Rückgang). Die Entwicklung in Deutschland ist insbesondere auf die Kundenbranchen Chemie und andere Industrien mit hohem Energiebedarf, zum Beispiel Pulp and Paper, zurückzuführen.

Axel Lorenz, Vorsitzender des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung im Zvei-Fachverband Automation, blickt verhalten optimistisch auf das Jahr 2026: „Weltweit wird Wachstum in Oil and Gas, Wasser/Abwasser und Pharma die Auftragseingänge und den Umsatz voraussichtlich weiter treiben. Risiken ergeben sich dabei aus internationalen Zöllen, Regularien wie etwa dem EU-Cyber Resilience Act und dem Fachkräftemangel“, sagt Lorenz. „Die Auftragseingänge werden 2026 voraussichtlich gegenüber dem niedrigen Vorjahr erneut leicht wachsen. Impulse versprechen wir uns von intakten globalen Trends wie der Energieoptimierung, der Digitalisierung und den Nachhaltigkeitsbestrebungen unserer Kunden.“

Im September bestimmten die Mitglieder des Fachbereichs Messtechnik und Prozessautomatisierung für die Amtszeit von 2025 bis 2028 ihre neuen Vorstände: Axel Lorenz (Vorsitzender, Siemens), Dr. Attila Bilgic (stellvertretender Vorsitzender, Krohne), Dr. Mirko Lehmann (stellvertretender Vorsitzender, Endress + Hauser), Stefan Basenach (ABB), Ralf Beckmann (Knick), Jessica Bethune (Schneider Electric), Jörg de la Motte (Hima), Johannes Kalhoff (Phoenix Contact), Ralf Küper-Rampp (Emerson), Ulrich Pichler (Yokogawa) und Christoph Siegel (Vega).

Die Prozessautomation in Deutschland erwirtschaftete 2024 mit einem Umsatz von 26,8 Milliarden Euro gut 12 % des Gesamtumsatzes der Elektro- und Digitalindustrie und hatte zum Ende des Jahres 129.400 Beschäftigte. Die Exporte lagen mit 18,3 Milliarden Euro fast doppelt so hoch wie die Importe (10,1 Milliarden Euro).

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