Gedruckte Elektronik PolyIC, BASF, Evonik, Elantas Beck und Siemens entwickeln neue Generation von RFID-Etiketten
PolyIC, BASF, Evonik, Elantas Beck und Siemens haben ein Verbundprojekt gestartet, in dem die Entwicklung gedruckter RFID-Etiketten vorangetrieben werden soll.
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Fürth – Eine schrittweise Markteinführung gedruckter RFID-Etiketten sei innerhalb der nächsten zehn Jahre realistisch, sind sich die Projektpartner sicher. Ein Lösungsweg könnten gedruckte RFID-Etiketten sein. Um diese Entwicklung voranzutreiben, wollen die Partner des Forschungsprojektes „MaDriX“ eng zusammenarbeiten. PolyIC beschäftigt sich mit den Themen Bauelementcharakterisierung und Prozessentwicklung sowie mit dem Aufbau von Demonstratoren. BASF, Evonik Industries und Elantas Beck steuern neue Materialien zur Herstellung von Halbleitern und Isolatoren bei, die in elektronischen Schaltungen eingesetzt werden. Für die Qualitätskontrolle im Druckprozess entwickelt Siemens neue Verfahren im Bereich der optischen Echtzeit-Druckinspektion. Darüber hinaus arbeiten mehrere Universitäten sowie Forschungsinstitute an Vorhaben mit.
Bei dem für drei Jahre geplanten Gemeinschaftsprojekt hat PolyIC die Konsortialführerschaft. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf rund 15 Millionen Euro, an denen sich das BMBF mit rund acht Millionen Euro beteiligt. Das Projekt wird im 5. Rahmenprogramm „Schlüsseltechnologien – Forschung für Innovationen Bereich Kommunikationstechnologie“ des BMBFs gefördert. Projektträger ist das DLR – Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Hintergrund RFID-Etiketten
Die aktuelle Generation der RFID-Etiketten (Radio Frequency Identification) enthält Siliziumchips und wird aufgrund ihres aufwändigen Herstellungsverfahrens überwiegend für die Kennzeichnung teurer Produkte eingesetzt. Mithilfe gedruckter Elektronik können RFID-Etiketten kostengünstiger hergestellt werden. Dazu trägt die Entwicklung neuer Materialien wie elektrisch leitender und halbleitender Kunststoffe bei. Diese werden in hochproduktiven Druckverfahren zur Herstellung kostengünstiger RFID-Etiketten eingesetzt. Damit eignen sich die gedruckten Funketiketten für die Kennzeichnung preiswerterer Konsumgüter und könnten die bisher bekannten Barcodes ablösen.
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