Herausforderung China-Serialisierung gemeistert

Pharmamittelständler wird fit gemacht für den Chinacode

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Hochleistungslinie spuckt Massen an Daten aus

„Wir haben eine Hochleistungslinie umgerüstet, die auf 240 Verpackungen je Minute getaktet ist, das sind vier Verpackungen je Sekunde. Die benötigte Steuerungssoftware musste also dazu in der Lage sein, innerhalb kürzester Zeit sehr große Datenmengen zu verarbeiten. Hinzu kommt, dass Hardware-Komponenten verschiedener Drittanbieter in das Anlagenkonzept zu integrieren waren. Dies und die abgeforderten hohen Leistungen in der Datenverarbeitung konnte nur die Software von Atlantic Zeiser erbringen“, sagt Tegtmeier.

Die Software-Lösung ist modular aufgebaut, einfach in bestehende oder neue Anlagen zu implementieren und gewährleistet ein flexibles und auditsicheres Generieren, Verteilen, Drucken, Aggregieren und Nachverfolgen von Codes für alle internationalen Rechtsvorschriften. Ändert sich das Anforderungsspektrum, kann die Software problemlos angepasst werden.

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Projekterfahrung kommt nun auch anderen zugute

„Neben der China-Serialisierung werden zurzeit überall auf der Welt ähnliche Vorhaben initiiert und umgesetzt. Angesichts der Tatsache, dass wir in mehr als 40 Länder exportieren, werden wir uns sicher auf weitere Vorgaben in unseren Zielmärkten einstellen müssen. Vom delegierten Rechtsakt zur EU-Fälschungsrichtlinie, der in den kommenden Jahren in nationales Recht umzusetzen ist, sind wir als Hersteller nicht verschreibungspflichtiger Medikamente zwar noch ausgenommen. Perspektivisch wird das Thema aber sicher auch auf uns zukommen. Mit der Lösung von Atlantic Zeiser sind wir darauf schon jetzt vorbereitet“, sagt Tegtmeier.

Seine Projekterfahrungen hat Schaper und Brümmer im Rahmen seines Engagements im Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) anderen an der China-Serialisierung interessierten Pharma-Unternehmen präsentiert und die umgerüstete Verpackungslinie in Salzgitter beispielhaft vorgeführt. „Aufgrund der Komplexität der Anforderungen, die mit höchst individuellen unternehmensspezifischen Bedürfnissen zusammengeführt werden müssen, ist eine möglichst frühzeitige Auseinandersetzung mit dem Thema sehr empfehlenswert“, meint Tegtmeier. Mehrfach sei er bereits angesprochen worden, ob das niedersächsische Unternehmen für andere Hersteller im Auftrag serialisieren könne. Doch zurzeit läuft die eigene Produktion für China in Doppelschichten auf Hochtouren.

* * Die Autorin ist Redakteurin bei Carapetyan & Krämer, Dreieich. Kontakt zu Atlantic Zeiser: Tel. +49-7465-291-400

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