Modernisierung im Wasserwerk/Rohre

Per Rohr in die Zukunft: Wie Sie Wasseraufbereitungsanlagen fit machen

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Ein großes Thema sind auch die verfeinerten Klärverfahren, die moderne Rohrleitungssysteme mit den nötigen chemischen Resistenzen erfordern. Das gilt für den Einsatz von Flockungsmitteln wie Eisen- oder Aluminiumchlorid und die Einstellung des pH-Wertes (etwa mit Salzsäure und Natronlauge) sowie für die Desinfektion mit Chlor oder anderen stark oxidativen Stoffen.

Ein weiterer Trend ist die Rückgewinnung des Phosphors im Wasser, das vor allem durch die Landwirtschaft eingebracht wurde. Auch für diese Prozesse werden aggressive Stoffe wie Schwefelsäure eingesetzt. Für öffentliche und zunehmend auch private Betreiber ist zudem die Ökobilanz des Materials ein Faktor, Kunststoff hat dabei langfristig die günstigere CO2-Bilanz.

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Der Sensor im Rohr sorgt für Durchfluss

Neue Membranventile haben dazu geführt, dass sich der Durchfluss bei gleicher Größe teilweise verdoppelt hat. Ältere Anlagen arbeiten häufig mit Schiebern. Hier kann es sinnvoll sein zu prüfen, ob für verschiedene Funktionen aus heutiger Sicht andere Ventiltypen besser geeignet wären. Bei den Sensoren bietet sich eine Umstellung auf einfaches oder geführtes Radar an, das Pegelstände bei schaumigen oder unruhigen Oberflächen präzise misst. Wo möglich sollten Sensoren im Rohr gewählt werden.

Diese Variante lässt sich ohne Adapter sauberer und schneller installieren. Langfristig ist auch das Leckage-Risiko niedriger. Diese Optimierungen übersteigen oft den Stand an Personal und Erfahrung bei den Betreibern. Externe Kompetenz ist daher gefragt. Sie umfasst den gesamten Bereich von Berechnung und Planung, z.B. mit neuen oder zusätzlichen Rohrleitungen und verbesserten Vorfiltern, bis zur Installation und Inbetriebnahme. Ein Ansprechpartner für das gesamte Maßnahmenpaket ist hilfreich, auch wenn nicht selten die Planer von einst dazu geholt werden.

* * Der Autor ist Global Market Segment Manager für Water Treatment bei GF Piping Systems, Albershausen.

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