Die Probe wird aus dem laufenden Produktstrom entnommen, durch eine Messzelle gefördert und dann wieder zurückgeführt. Das an den Partikeln gestreute Laserlicht wird vom Detektor erfasst und die so gewonnenen Daten werden an den Computer weitergeleitet, der die Partikelgröße berechnet. Dieser Vorgang geschieht in Echtzeit bei laufender Produktion, weshalb eine Anpassung der Produktqualität mit nur minimalem Produktausschuss möglich ist. Optional ist eine automatische Regelung individuell gewünschter Korngrößen möglich.
Mit dem Wissen über die aktuelle Partikelgrößenverteilung hat der Anlagenbetreiber die Möglichkeit der gezielten Einflussnahme auf den Prozess, den er jetzt viel näher an die Vorgaben heranführen kann. Somit eröffnen sich neue Möglichkeiten der Leistungssteigerung und der Kostenreduktion.
Das Messgerät ermittelt per Laserbeugungsmethode mehrfach pro Sekunde die aktuelle Partikelverteilung im Materialstrom und zeichnet die Messwerte als fortlaufendes Diagramm auf. Im Vergleich dazu ist eine manuelle Stichprobe nur eine Momentaufnahme die zu Fehlschlüssen führen kann. Den Optisizer-Partikelmesssensor gibt es in drei Messbereichen, die sich insgesamt über den Partikelgrößenbereich ab 0,5 μm bis 1100 μm erstreckt. Das System eignet sich für eine Vielzahl an Stoffen, und kann sowohl für kleine Laboranlagen wie auch bei Produktionsanlagen mit einem Rohrquerschnitt von bis zu 80 cm verwendet werde. Die Nachrüstung mit dem Gerät bei bestehenden Anlagen ist möglich.
Eine Online-Partikelgrößenmessung ist kein Ersatz für eine Qualitätskontrolle durch ein Labor, welche auch weiterhin erforderlich ist. Aber die Installation des Geräts bei Anwendern hat gezeigt, dass die Online-Partikelgrößenmessung mit einem Laserbeugungssystem im Labor gut zueinander korrespondieren und sich damit ergänzen.