IM-MS-Reaktor: Anaerobe Abwasserreinigung

Organisch belastete Abwässer energieeffizient reinigen

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Anaerobe Abwassertechnik

In der anaeroben Abwassertechnik erfolgt die Reinigung hochbelasteter Industrieabwässer unter Luftausschluss. Im Gegensatz zur aeroben Reinigung wird der Großteil des abgebauten Kohlenstoffs nicht zu Biomasse, sondern hauptsächlich in energetisch nutzbares Biogas umgesetzt.

Der anaerobe Abbau erfolgt in mehreren Schritten. In der Hydrolyse- und Vorversäuerungsphase erfolgt der Abbau der langkettigen Moleküle zu kürzeren Bruchstücken. Der weitere Abbau in der Anaerobstufe führt über die Bildung von Essigsäure schließlich durch methanbildende Biomasse zu Methan und Kohlendioxid. Im Abwasser enthaltene Schwefelverbindungen werden durch sulfatreduzierende Bakterien zu Schwefelwasserstoff umgesetzt.

Die Parameter Temperatur, pH, Redox und Nährstoffgehalt müssen für den optimalen Ablauf des Abbaus geeignet eingestellt werden. Die Vorteile der Anaerobtechnik: Energieeinsparung durch Nutzung des Biogases sowie Entfall von kostenintensiver Schlammentwässerung und Schlammentsorgung.

Funktion des IM-MS-Reaktors

Das IM-MS Verfahren unterscheidet sich von der konventionellen Anaerobtechnik vor allem durch den eingebauten Mischer. Dieser Mischer erzeugt im Inneren des Reaktors hohe Umwälzgeschwindigkeiten, welche entsprechend den tatsächlichen Anforderungen angepasst werden können. Umwälzpumpen sind nicht nötig, dadurch werden die Energiekosten für den Betrieb des Reaktors deutlich niedriger.

Aufgrund des Hyperboloid-Rührwerks ergeben sich keine Konzentrationsgradienten, da es sich im unteren Bereich des Reaktors um einen homogen durchmischten Behälter handelt. Der Abbau findet in einem konstanten Milieu statt und wird nicht durch lokale Unterschiede in der Zusammensetzung gestört.

Kostengünstige Werkstoffe

Der Anaerobreaktor hebt sich durch seine niedrige Bauform von konventionellen hohen und schmalen Reaktoren ab. Als Materialien kommen sämtliche, gegen die eingesetzten Medien beständigen, Werkstoffe in Frage. Um die Investitionskosten gering zu halten, werden Reaktoren in Betonbauweise mit Kunststoffauskleidung bevorzugt.

An der im Reaktor integrierten Membran erfolgt die Trennung von Gas, Flüssigkeit und Feststoff. Gebildetes Gas trennt sich an der Membran von eventuell mitgerissener Biomasse, steigt durch die zentrale Öffnung auf während die separierte Biomasse im aktiven Reaktorbereich bleibt.

(ID:34533650)