Autonome mobile Roboter in der Pharmaindustrie
Können AMR Verpackungsprozesse effizienter machen?

Von Peter Lange, Business Development Manager Robotik bei Omron Industrial Automation 3 min Lesedauer

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Fehlt der Nachschub von Verpackungen, kommt der komplette Verpackungsprozess ins Stocken. Aufgrund von Fachkräftemangel und den strikten Regulierungen in der Pharmabranche, treten solche Engpässe häufiger auf. Autonome mobile Roboter können helfen, den Materialfluss in Gang zu halten.

Verpackungsprozesse müssen so effizient wie möglich sein. Automatisierte mobile Roboter könnten eine Antwort sein. (Bild:  Omron)
Verpackungsprozesse müssen so effizient wie möglich sein. Automatisierte mobile Roboter könnten eine Antwort sein.
(Bild: Omron)

Die Pharmaindustrie ist eine der Schlüsselindustrien Deutschlands – und gerät zunehmend unter Druck. Kaum eine Branche ist ähnlich hohen Qualitätsstandards und rechtlichen Vorgaben unterworfen wie die pharmazeutische Industrie. Das gilt für Wirkstoffe, Herstellung und Lagerung ebenso wie für die fehlerfreie, umfangreiche Etikettierung. Pharmaunternehmen müssen sicherstellen, dass Verunreinigungen, Produkt-, Verpackungs- und Etikettierfehler vermieden und die strengen Vorschriften diesbezüglich eingehalten werden. Zu den qualitativen und rechtlichen Anforderungen der Industrie kommen weitere Faktoren: Obwohl Deutschland als Pharmastandort bekannt ist, wird der Druck gerade hinsichtlich der Konkurrenz mit chinesischen Herstellern immer größer. Eine solide lokale Arzneimittelentwicklung bleibt jedoch unerlässlich. Nicht nur die Politik ist hier gefordert, sondern auch die Unternehmen selbst. Denn neben der Forschung ist auch die Produktion ein essenzieller Teil des Erfolgs.

Ineffizienzen führen zu Engpässen

Besonders zu kämpfen, haben Unternehmen mit Prozessen, wie dem Nachschub am Band und Aufgaben wie der Just-in-Time-Lieferung von Verbrauchsmaterialen und der Optimierung des Transports von Waren, Kisten und Paletten. Ein kritischer Engpass kann etwa beim physischen Transport von sauberen, leeren Fläschchen und sekundären Verpackungsmaterialien zu den Produktionslinien entstehen. Dies ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass nicht genügend Arbeitskräfte zum Schieben der Wagen zur Verfügung stehen.