Abfüll- und Dosieranlage
Sicherer Weg in den Mischer

Ein Gastbeitrag von Markus Plitko, Konstruktion bei der J. Engelsmann AG 5 min Lesedauer

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Die Anforderungen an Anlagen rund um das Schüttgut-Handling sind aufgrund spezieller Produkteigenschaften oft schwer zu erfüllen. Bei einem Hersteller von Folien kamen noch bauliche Besonderheiten dazu, welche die Planung zu einer echten Herausforderung machten.

Die neue Abfüll- und Dosieranlage besteht aus sechs Stationen: drei Big-Bag-Entleerstationen sowie drei Sack-Entleervorrichtungen.(Bild:  J. Engelsmann AG)
Die neue Abfüll- und Dosieranlage besteht aus sechs Stationen: drei Big-Bag-Entleerstationen sowie drei Sack-Entleervorrichtungen.
(Bild: J. Engelsmann AG)

Die exakte Dosierung und schonende Förderung von Rohstoffen zum Mischer entscheiden über die Qualität des Endproduktes. Dies gilt umso mehr, wenn daraus später hochwertige Folien entstehen sollen. Stimmt nur einer der vielen Parameter nicht, kann es nicht nur zu Problemen in der Folienproduktion führen, sondern auch in der späteren Anwendung. Bislang überwachte daher ein Folienspezialist mit Argusaugen und quasi per Hand die Dosierung und Zuführung der Ausgangsprodukte in den Mischprozess. Nun sollte jedoch bei einem Folienhersteller eine neue Anlage in den Produktionsprozess integriert werden, mit der die Rohstoffe dem Mischer automatisiert zugeführt werden.

Die neu entwickelte Abfüll- und Dosieranlage besteht aus sechs Stationen, bestehend aus drei Big-Bag-Entleerstationen sowie drei Sack-Entleervorrichtungen. Für die Steuerung der Anlage ist nur noch ein Bediener nötig. Der gesamte Dosier- und Förderprozess läuft automatisiert ab. Besonderer Fokus lag auf der Produktübergabe aus den Säcken und Big-Bags, hier wurde überall auf Staubdichtigkeit geachtet. Zusätzlich wurden Filter sowie eine automatische Absaugung installiert. Hinzu kam, dass teilweise Atex-Zonen berücksichtigt werden mussten.