Bio-Ethanol Neues Verfahren zur Salzsäurerückgewinnung macht Bergius-Verfahren wirtschaftlicher

Redakteur: Manja Wühr

Die Bio-Ethanol-Produktion nach dem Bergius-Verfahren ist sehr effektiv, aber kostenintensiv. Ein neues Verfahren zur Salzsäure-Rückgewinnung soll das Verfahren nun wirtschaftlicher machen.

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Tel-Aviv/Israel – Für die Produktion von Bio-Ethanol gibt es seit 1930 ein sehr effizientes Verfahren, das Zellulosematerial zu fast 100 Prozent in fermentierbaren Zucker umwandelt – das Bergius-Verfahren. Einer wirtschaftlichen Anwendung standen bisher hohe Betriebskosten im Weg. Denn der Einsatz von Salzsäure (HCl) gewährleistet hohe Erträge, aber die Rückgewinnung und Rekonzentration des HCl führen zu hohen Kosten. Ein neues Verfahren zur Rückgewinnung von HCl mache das Verfahren wirtschaftlicher, so der Entwickler HCL CleanTech. Es verkürzt den aufwändigen Verfahrensschritt. Die Rückgewinnung von gasförmigem HCl direkt aus seinen Lösungen sorgt für eine starke Reduzierung der Kosten, während die hohen Erträge der Bergius-Kalthydrolyse zugleich erhalten bleiben. Das Konzept zeichnet sich laut Hersteller durch sehr geringen Wasserverbrauch aus und ist energetisch nahezu autark. Weiteres Plus: Die Technik kann auch in HCL-abhängigen Industrien, etwa die PVC-Branche, angewendet werden.

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