Sprin-D Carbon-to-Value Challenge Neue Technologie: Grundchemikalien aus Industrieabgasen oder Biogas

Von Wolfgang Ernhofer

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Das Startup ena-Dyne will mit Hilfe einer neuen und besonders energieeffizienten Plasma-Katalyse-Technologie sowie einem hochkarätigen Verbundnetzwerk erstmals in einem einzigen Prozessschritt Grundchemikalien, wie Methanol oder Ethylen, aus Kohlenstoffdioxid und einem Wasserstoffträger herstellen.

Das Gründerteam (v.l.): Torsten Lorenz, Dr. Dave Ahrens, Christian Koch, Philipp Hahn, Martin Drößiger.(Bild:  Bernd Hänsch)
Das Gründerteam (v.l.): Torsten Lorenz, Dr. Dave Ahrens, Christian Koch, Philipp Hahn, Martin Drößiger.
(Bild: Bernd Hänsch)

Um den Klimawandel zu stoppen und die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, muss eine große Menge an CO2 aus der Atmosphäre langanhaltend entfernt werden.

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprin-D) suchte im Rahmen der Challenge „Carbon-to Value“ neue Lösungen mit dem Potenzial, dieser Herausforderung wirtschaftlich, skalierbar und nachhaltig zu begegnen. Eine internationale Jury hat ena-Dyne als eines von nur fünf Teams ausgewählt, die über das Programm Carbon-to-Value jetzt in einem zweistufigen Prozess finanziert werden, um die Technologie möglichst schnell zur Marktreife zu bringen.

Von der Forschung in den Markt

ena-Dyne setzte sich damit erfolgreich gegenüber 66 konkurrierenden Lösungen durch und erhält eine Finanzierung von 600.000 Euro. Das Team entwickelt eine neue Plasma-Katalyse-Technologie. Damit kann CO2 als Rohstoff zur profitablen Produktion von Grundchemikalien wie Methanol und Ethylen genutzt werden. Mit Biogas, bestehend aus darin gebundenem atmosphärisches CO2 sowie Methan, soll eine CO2-neutrale Kohlenstoffkreislaufwirtschaft ermöglicht werden.

Die produzierten Grundchemikalien können die Herstellung von Kunststoffen, Dämmmaterialien und Medizinprodukten nachhaltiger gestalten und atmosphärisches CO2 langfristig binden. Mit der Finanzierung wird das vierköpfige Team weiteres Personal anstellen sowie die Kooperationspartner TU Bergakademie Freiberg und Universität Leipzig des Verbundnetzwerks Plasma-Katalyse in die Entwicklung einbinden.

Starkes Netzwerk aus Wirtschaft und Forschung

Das Verbundnetzwerk Plasma-Katalyse besteht aus Forschenden verschiedener deutscher Universitäten und Hochschulen sowie Industriepartnern aus Gasversorgung und Energiebereitstellung.

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