Die pharmazeutische Industrie steht immer wieder vor der Herausforderung, die Produktivität zu steigern, während sie gleichzeitig höchsten Qualitätsstandards gerecht werden muss. Dr. Willmar Schwabe, ein Hersteller pflanzlicher Arzneimittel, hat dafür eine entscheidende Modernisierung vorgenommen: Nach einem Feldversuch mit einer Tablettenpresse wurde der Prototyp gleich in die Produktion integriert.
(Bild: FETTE COMPACTING)
Die Einführung des Einfachrundläufers F20i markiert einen Meilenstein in der Modernisierungsstrategie von Dr. Willmar Schwabe. Die Tablettenpresse der neuen i Serie von Fette Compacting vereint bewährte Mechanik mit technologischen Innovationen. Zu den besonderen Merkmalen gehören ein verbessertes Rotorwechselsystem, das den Zeitaufwand für Produktwechsel erheblich reduziert, sowie ein Multiformat-Tablettenablauf, der die Gefahr von Materialstaus reduziert. Diese technischen Neuerungen ermöglichen es, schnell auf unterschiedliche Produktanforderungen zu reagieren und die Effizienz der Produktionsprozesse zu verbessern.
Doppelte Produktionsgeschwindigkeit bei höherer Qualität
Sebastian Kopf, Gruppenleiter Instandhaltung bei Dr. Willmar Schwabe, berichtet von der gesteigerten Leistungsfähigkeit der neuen Anlage: „Von unserem Blockbuster Tebonin mit einem Ginkgo-Spezialextrakt produzieren wir nun 4,5 Millionen Tabletten täglich, das heißt, zwei Chargen anstatt nur eine wie bisher. Es war von Anfang an beeindruckend, wie schnell wir die Tablettenpresse mit der doppelten Produktionsgeschwindigkeit bei höherer Qualität zum Laufen gebracht haben.“
Mit der F20i konnte Dr. Willmar Schwabe die Produktionsgeschwindigkeit verdoppeln und dabei sogar noch die Produktqualität erhöhen.
(Bild: FETTE COMPACTING)
Die Steigerung der Produktionskapazität ist ein besonderer Erfolg, da Tebonin als pflanzliche Arznei hohe Anforderungen an die Präzision der Tablettierung stellt. „Pflanzenextrakte sind in der Verarbeitung meist anspruchsvoller als chemisch-synthetische Arzneistoffe“, so Kopf. „Mit der F20i erreichen wir bei Output und Qualität ein Optimum, weshalb wir auch erwägen, die Produktion mit einer weiteren F20i nochmals zu steigern.“
Systemkompatibel und vielfach innovativ
Ein großer Vorteil der F20i liegt in ihrer generationsübergreifenden Systemkompatibilität. Alle prozessrelevanten Baugruppen der F20i sind den Komponenten der klassischen i Serie von Fette Compacting sehr ähnlich. Das ermöglicht es Anwendern, vorhandene Matrizen- und Segmentrotoren aus älteren Maschinengenerationen weiter zu verwenden. Auf diese Weise reduziert die neue i Serie den Aufwand für die Validierung und Qualifizierung der Maschinen von mehreren Monaten auf wenige Tage. Gleichzeitig können bestehende Produktionsumgebungen problemlos erweitert werden. Auch bei Schwabe konnten die Rotoren der Vorgängermaschine 2090i mit wenigen Modifikationen in der F20i weiterverwendet werden.
F20i bei Dr. Willmar Schwabe: Die Maschine fügt sich nahtlos in das bestehende Produktionsumfeld ein.
(Bild: FETTE COMPACTING)
Ein neues Rotorwechselsystem reduziert den Zeitaufwand für den Produktwechsel und die Reinigung erheblich. Nachdem der Bediener die Druckstationen in Parkposition gebracht hat, kann er den Rotor mit Hilfe eines Ausbauträgers problemlos wechseln. Das minimiert den Aufwand, spart Kosten und senkt zugleich die potenzielle Wirkstoffexposition.
Eine weitere Besonderheit für die hochvolumige Produktion ist der Multiformat-Tablettenablauf, der speziell für die neue i Serie entwickelt wurde: Er eignet sich für die meisten gängigen Tablettenformate und sorgt durch eine spezielle Weichenform dafür, dass sich die Tabletten automatisch den Weg mit dem geringsten Reibungswiderstand suchen. Das reduziert die Gefahr von Materialstaus. „Der neue Ablauf hat sich als sehr effektiv erwiesen. Die Tabletten rutschen viel besser und bisher hat sich noch keine Tablette festgeklemmt. Auch die standardmäßige Staubabdichtung des Ablaufs halte ich für äußerst sinnvoll“, bestätigt Kopf.
Staubdicht als Produktionsstandard
Alle Modelle der neuen i Serie sind serienmäßig staubdicht, ein wichtiger Aspekt zum Schutz des Bedienpersonals vor Wirkstoffexposition. Die zunehmende Verwendung neuer pharmazeutischer Substanzen, einschließlich aktiver pharmazeutischer Wirkstoffe (Active Pharmaceutical Ingredients, APIs), macht Containment zu einem bedeutenden Thema für Pharmahersteller. In absehbarer Zeit wird „staubdicht“ zum Mindeststandard für Pharmamaschinen. Für weiteren Containment-Schutz bietet die neue i Serie mit der Option „Containment Guard“ entsprechende Lösungspakete, die neben den Tablettenpressen auch für das Prozess-Equipment zur Verfügung stehen.
Ein durchgängig automatisierter Tablettierprozess sorgt für zusätzliche Sicherheit des Bedieners: Vom Befüllen der Maschine bis zur Entnahme der Tabletten muss das Containment zu keinem Zeitpunkt unterbrochen werden. Aber auch bei der Reinigung der Maschine ist der Bediener potenziell dem verarbeiteten Wirkstoff ausgesetzt. Deshalb wurden bei der neuen i Serie die zu reinigenden Verkleidungsflächen gegenüber den Vorgängermodellen deutlich reduziert. Staubdichte Verbindungen zwischen Innenraum und Prozessequipment sowie intelligent verlegte Kabel und Leitungen sorgen zudem dafür, dass die Maschine schnell und gefahrlos vorgereinigt werden kann.
Des Weiteren bietet die neue i Serie alle technischen Voraussetzungen für den Einsatz in modernen Produktionsumgebungen und ermöglicht eine einfache Integration von Prozessequipment nach dem Plug-and-Play-Prinzip. Die offenen Schnittstellen der Maschine entsprechen den Industriestandards für Automatisierung und ermöglichen eine einfache Integration der Tablettenpresse in ein Manufacturing Execution System (MES) oder eine Anbindung an das Internet der Dinge (IoT).
Die F20i überzeugt auch durch ihre Nutzerfreundlichkeit. Moderne Software und intuitive Benutzeroberflächen ermöglichen eine einfache Bedienung der Maschine auch für weniger erfahrenes Personal. Kopf berichtet von den Erfahrungen bei Dr. Willmar Schwabe: „Aufgrund der neuen Benutzeroberfläche waren einige Kollegen verständlicherweise sehr vorsichtig. Man will bei einer neuen Maschine schließlich keine Fehler machen. Diese Bedenken haben sich aber schnell gelegt, denn die Bedienung erfolgt intuitiv. Hier punktet die F20i mit hilfreichen grafischen Lösungen, die uns die Arbeit erleichtern. Zudem wurden viele Maschinenparameter für die Fehlersuche hinterlegt, was enorm Zeit spart.“
Zur Vermeidung von Bedienfehlern steht optional eine RFID-Funktion zur Verfügung. Mit diesem berührungslosen Transceiver-System können Bauteile von der Maschine automatisch identifiziert und mit vorgegebenen Rezepten abgeglichen werden. Darüber hinaus lässt sich die neue i Serie sehr einfach skalieren, sodass die mechanischen Einstellungen exakt an die Rezepturen angepasst werden können.
Nachhaltigkeit im Fokus
Die F20i unterstützt nicht nur eine effizientere Produktion, sondern fördert auch Nachhaltigkeitsziele durch reduzierten Energieverbrauch und geringeren Ressourceneinsatz. Mithilfe eines intelligenten Energiemonitorings wird der Stromverbrauch in Echtzeit erfasst und zusammen mit weiteren Produktionsdaten im Batch-Protokoll gespeichert. So kann der Anwender für jede Produktcharge die benötigten Kilowattstunden ermitteln und daraus detaillierte Prognosen für den zukünftigen Energieverbrauch ableiten. Diese Funktion trägt dazu bei, die Betriebskosten zu senken und die Umweltauswirkungen zu verringern.
Das Fazit bei Dr. Willmar Schwabe: Durch die Einführung der F20i wurde nicht nur die Produktionskapazitäten verdoppelt, sondern auch die Produktqualität erhöht und infolge zahlreicher innovativer Features die Effizienz in der Produktion gesteigert.
Kontakt: Robert Alan Schwinge, Senior Product Manager bei Fette Compacting, RSchwinge@fette-compacting.com
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Stand: 08.12.2025
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