Hima, Endress+Hauser, BP, Neste, Thyssengas, Akzonobel und weitere Unternehmen aus der Prozessindustrie melden Veränderungen an ihrer Spitze. Im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) übernimmt ein Chemie-Fachmann die Kommunikation. PROCESS fasst die aktuellen Personalmeldungen zusammen.
Wechsel in der Geschäftsführung bei Thyssengas: Dr. Stefanie Kesting wurde ab dem 1. Januar 2026 zur Vorsitzenden der Geschäftsführung benannt.
(Bild: Thyssengas GmbH / Valéry Kloubert)
Peter Sieber ist zum 31. Dezember 2025 nach zwölf Jahren bei Hima Group in den Ruhestand eingetreten. Er wird dem Unternehmen weiterhin beratend zur Seite stehen. In seiner Zeit bei Hima hat Sieber wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Als Experte für funktionale Sicherheit baute er das Lösungsportfolio maßgeblich aus und trieb unter dem Leitmotiv #safetygoesdigital die Digitalisierung der funktionalen Sicherheit voran. Durch sein langjähriges Engagement in internationalen Normungs- und Standardisierungsgremien leistete er zudem einen wesentlichen Beitrag zur globalen Weiterentwicklung der funktionalen Sicherheit und OT Security.
Sieber leitete zuletzt den Bereich „Strategisches Marketing“ und war zuvor für den internationalen Vertrieb, Normen & Standards sowie für die Region China verantwortlich. Insbesondere die erfolgreiche Etablierung von Hima in China und der Ausbau des lokalen Geschäfts zählen zu seinen zentralen Verdiensten.
Im Rahmen der Nachfolge wird Sergej Arent zukünftig die Gesamtverantwortung für das Customer Solutions Center (CSC) übernehmen, zu dem auch die Hima Academy und das Hima Consulting sowie das neu eingerichtete Solutions Management für Turbo-Machinery Control (TMC), Safety Life Cycle Digitalisierung (SLD) und Pipeline Leak Detection Systems (LDS) zählen werden. Ivo Hanspach wird zukünftig die Normungs- und Standardisierungsaktivitäten der Hima Group übernehmen, zusätzlich zu seiner Aufgabe als Leiter Produktmanagement.
Endress+Hauser beruft künftigen Finanzchef
Mit der Berufung des künftigen Finanzchefs schließt die Endress+Hauser Gruppe die umfassende Erneuerung des Executive Boards ab: Der Verwaltungsrat hat Christian Mäder als Nachfolger von Chief Financial Officer (CFO) Dr. Luc Schultheiss berufen, der zum 1. Februar 2027 wie geplant nach 28 Jahren bei Endress+Hauser in den Ruhestand treten wird. Um einen guten Übergang zu ermöglichen, wird Christian Mäder bereits Mitte 2026 zum Schweizer Spezialisten für Mess- und Automatisierungstechnik wechseln.
Christian Mäder ist derzeit CFO der Schweizer Komax Group, einem börsennotierten Hersteller von Maschinen für die Kabelverarbeitung. Zuvor war er CFO der Artemis Group und dort zusätzlich Chief Executive Officer (CEO) für die Artemis Asset Management Group sowie Verwaltungsratspräsident des zu Artemis gehörenden Küchensystemherstellers Franke. Weitere Stationen bildeten die in der Logistikautomatisierung tätige Swisslog Gruppe, das Beratungsunternehmen KPMG sowie das Ingenieurbüro Colenco, Teil des damaligen Schweizer Energiekonzerns Motor-Columbus. Christian Mäder ist 56 Jahre alt und Schweizer Staatsbürger.
Endress+Hauser hatte erst kürzlich weitere Veränderungen im Executive Board angekündigt. Chief Information Officer (CIO) Pieter de Koning sowie Chief Operating Officer (COO) Dr. Andreas Mayr werden noch im ersten Halbjahr 2026 in den Ruhestand wechseln. Dr. Mirko Lehmann hat die neue Position des Chief Technology Officers übernommen, die auch Aufgaben des bisherigen CIO umfasst. Nachfolgerin als COO wird Prof. Dr. Katja Windt. Neue Chief Human Resources Officer wird Helena Svensson. Endress+Hauser nutzt die Veränderungen im Executive Board, um Verantwortlichkeiten auf der obersten Management-Ebene neu zu ordnen. Dem siebenköpfigen Gremium gehören neben CEO Peter Selders weiterhin Chief Sales Officer Laurent Mulley sowie General Counsel Dr. Heiner Zehntner an.
Erste Frau an der Spitze
Der britische Energiekonzern BP bekommt eine neue Chefin. Der Verwaltungsrat habe die US-amerikanische Managerin Meg O'Neill zum neuen CEO ernannt, teilte der Konzern mit. BP bringt damit nach Angaben britischer Medien ab April 2026 erstmals eine Frau an die Spitze eines globalen Ölriesen. Der bisherige Chef Murray Auchincloss hat sich laut BP dazu entschieden, von seinem Chefposten sofort abzutreten. Gründe wurden nicht genannt. Auchincloss wurde erst vor weniger als zwei Jahren Chef von BP, sein Abgang kommt überraschend. Bis Dezember 2026 soll er dem Konzern in beratender Funktion zur Seite stehen. Meg O'Neill steht seit April 2021 an der Spitze des australischen Öl- und Gasunternehmens Woodside Energy, bei dem sie seit 2018 arbeitet. Zuvor war sie mehr als 23 Jahre beim US-Ölkonzern ExxonMobil tätig.
Stand: 08.12.2025
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Das Shareholders’ Nomination Board der Neste Corporation hat seine Vorschläge zur Zusammensetzung des Board of Directors sowie zur Board Remuneration für das Annual General Meeting (AGM) 2026 vorgelegt. Vorgeschlagen wird die Wiederwahl von Pasi Laine als Chair des Board of Directors sowie die Bestätigung von John Abbott als Vice Chair. Weiterhin sollen die bisherigen Board-Mitglieder Nick Elmslie, Anna Hyvönen, Just Jansz, Essimari Kairisto, Conrad Keijzer und Sari Mannonen erneut gewählt werden. Das Board soll künftig aus neun Mitgliedern bestehen; als neues Mitglied wird Simo Sääskilahti vorgeschlagen. Diese Zusammensetzung entspricht nicht vollständig der ausgewogenen Geschlechtervertretung, da drei der neun Mitglieder Frauen sind. Das Nomination Board kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass so die strategischen und operativen Anforderungen von Neste bestmöglich abgedeckt werden.
Für die Amtszeit von der AGM 2026 bis zur AGM 2027 wird eine angepasste Board Remuneration vorgeschlagen. Die feste Jahresvergütung beträgt 195.000 Euro für den Chair, 98.000 Euro für den Vice Chair und Committee Chairs sowie 83.000 Euro für die übrigen Mitglieder. Zusätzlich werden Sitzungsgelder gezahlt. Vierzig Prozent der festen Vergütung werden in Form von Company Shares ausgezahlt, der verbleibende Anteil in bar. Die Vorschläge wurden vom Shareholders’ Nomination Board einstimmig verabschiedet und werden mit der Einladung zur AGM veröffentlicht.
Neue Führung und neuer Energiemarkt
Seit dem 1. Januar 2026 ist Dr. Stefanie Kesting als neue Vorsitzende der Geschäftsführung (CEO) der Thyssengas GmbH bestellt. Sie folgt auf Dr. Thomas Gößmann, der das Unternehmen Ende Februar 2026 nach rund neun Jahren an der Spitze in den Ruhestand verlässt. Der Wechsel war bereits im Herbst 2025 angekündigt worden. Thyssengas steht derzeit vor dem größten Wendepunkt der bisherigen Unternehmensgeschichte: Neben Erdgas sollen künftig zunehmend Wasserstoff und andere grüne Gase durch das Fernleitungsnetz fließen. Damit möchte der Fernleitungsnetzbetreiber das Fundament für einen neuen Energiemarkt schaffen. In dieser entscheidenden Phase übernimmt die 49-jährige Energiemanagerin Dr. Stefanie Kesting die Führung des Unternehmens.
Dr. Stefanie Kesting verfügt über langjährige Führungserfahrung in der Energiewirtschaft, unter anderem bei internationalen Energiekonzernen wie DNV, Eon und Uniper sowie zuletzt beim Anlagenhersteller Neuman & Esser, wo sie als Geschäftsführerin das Geschäftsfeld Energy Project Solutions verantwortete. Fachlich liegt ihr Schwerpunkt bereits seit vielen Jahren auf erneuerbaren Gasen, Wasserstoff und CO2-Technologien. Zudem war und ist sie in mehreren internationalen Aufsichtsgremien der Energie- und Industriebranche vertreten.
Die Geschäftsführung von Thyssengas besteht mit dem Eintritt von Dr. Stefanie Kesting (Vorsitzende der Geschäftsführung) temporär zusätzlich aus Dr. Thomas Becker (kaufmännischer Geschäftsführer) und Dr. Thomas Gößmann (Mitglied der Geschäftsführung). Ab dem 1. März 2026 bilden Kesting (CEO) und Becker (CFO) die Geschäftsführung.
Ruhestand um ein Jahr verschoben
Akzonobel hat bekannt gegeben, dass Maarten de Vries, der planmäßig zum Ende seiner zweiten vierjährigen Amtszeit als CFO und Mitglied des Board of Management im April in den Ruhestand gehen wollte, sein Mandat um ein weiteres Jahr verlängert. Die Verlängerung soll die geplante Fusion mit Axalta unterstützen und den Aktionären auf der Hauptversammlung im April 2026 zur Zustimmung vorgelegt werden.
Der ursprünglich ab dem 1. Januar 2026 vorgesehene neue Chief Financial Officer, Fredrik Westin, wird nicht antreten. Wie vom Unternehmen bereits angekündigt, wird der CEO des fusionierten Unternehmens der amtierende CEO von Akzonobel sein, während die Funktion des CFO vom derzeitigen CFO von Axalta übernommen werden soll.
Chemie-Fachmann übernimmt Kommunikation
Patrick Herrmann hat zum 1. Januar 2026 die Position als Referent für Presse und Politik beim Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA) angetreten. Für Mitglieder ist der Verband gleichzeitig politische Interessenvertretung, Rechtsunterstützung und Austauschplattform. In seiner neuen Funktion berichtet Herrmann direkt an den Hauptgeschäftsführer Stephan Gilow. Der 29-Jährige koordiniert die externen und internen Kommunikationsmaßnahmen, inklusive der sozialen Netzwerke. Zuvor arbeitete Herrmann bei Covestro, wo er seit 2019 in verschiedenen Positionen tätig war. Seit 2023 ist er zudem Schatzmeister der Deutschen Public Relations Gesellschaft (DPRG), deren Vorstand er bereits seit 2020 angehört.
Doppelspitze im Anlagenbau
Daniel Oryan und Luis Villalobos übernehmen künftig gemeinsam die Leitung der EDL Anlagenbau Gesellschaft mbH. Andreas Pörner, alleiniger Gesellschafter der Pörner Gruppe, bestellte Villalobos, der seit April 2023 als Leiter Projektabwicklung bei der EDL fungierte, Ende November 2025 als weiteren Geschäftsführer der EDL. Luis Villalobos wurde in Guatemala geboren, hat im mittelamerikanischen Land die österreichische Schule besucht und spricht seit dem fünften Lebensjahr Deutsch. Der begeisterte Hobby-Sportler, der in Guatemala sogar drei Jahre lang als Semi-Professional Fußball spielte, hat in mehreren Ländern gelebt und blickt auf eine abwechslungsreiche Vita zurück. Ein Stipendium brachte den heute 56-Jährigen an die US Air Force Academy in Colorado Springs. Der Offiziersausbildung ließ er noch ein Studium folgen, das er mit einem Bachelor of Science in Environmental Engineering abschloss. Danach diente er in der Luftwaffe von Guatemala. Außerdem erhielt er ein Stipendium an der TU Dresden für ein Studium in der Fachrichtung Projektleitung mit Schwerpunkt Frankreich. Nach dem Ausscheiden aus der Luftwaffe kümmerte sich Villalobos vier Jahre bei einer NGO um die Abwicklung von Umweltschutzprojekten. 2002 zog er nach Deutschland, absolvierte ein weiteres Aufbaustudium und danach ein Praktikum bei der Linde KCA Dresden, für die er im Anschluss arbeitete.
Daniel Oryan ist für die Bereiche Technologie & Verfahrenstechnik, Vertrieb, Engineering, Finanzen und Marketing verantwortlich, während Luis Villalobos für Projektabwicklung, Personal, Recht, IT und Qualität, Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (QSGU) zuständig ist. Im Rahmen der Umstrukturierung der EDL-Geschäftsführung wird Andreas Pörner seine Funktion als Geschäftsführer der EDL nicht weiter ausüben.