Millionen-Invest Neue Evonik-Anlagen für C4-Produkte

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Evonik sattelt bei seinen C4-basierten Produkten ordentlich drauf. Für seine Standorte in Antwerpen sowie in Marl hat der Konzern insgesamt einen dreistelligen Millionen-Betrag (Euro) in die Hand genommen. Lesen Sie, was alles geplant bzw. bereits umgesetzt ist.

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Mit den ausgebauten Produktionsverbünden in Antwerpen und Marl will Evonik seine Marktpositionen in der C4-Chemie langfristig weiterentwickeln und stärken. Im Bild: Johann-Caspar Gammelin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Performance Materials, Geert Bourgois, Ministerpräsident von Flandern, Christian Kullmann, Chief Strategic Officer und Vorstandsmitglied von Evonik Industries (v.l.)
Mit den ausgebauten Produktionsverbünden in Antwerpen und Marl will Evonik seine Marktpositionen in der C4-Chemie langfristig weiterentwickeln und stärken. Im Bild: Johann-Caspar Gammelin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Performance Materials, Geert Bourgois, Ministerpräsident von Flandern, Christian Kullmann, Chief Strategic Officer und Vorstandsmitglied von Evonik Industries (v.l.)
(Bild: Evonik Industries)

Essen, Antwerpen/Belgien – In Antwerpen hat Evonik Industries neue Produktionsanlagen planmäßig und erfolgreich in Betrieb genommen. und auch im Chemiepark Marl werden die C4-Kapazitäten ausgebaut. Die neuen Anlagen führen zu einem Ausbau der Kapazitäten für Butadien in Antwerpen, für den Weichmacher-Alkohol Isononanol (Marl) sowie für das Antiklopfmittel MTBE (Marl und Antwerpen). Der weltweite Bedarf für diese Produkte steigt nach Marktanalysen um zwei bis fünf Prozent im Jahr.

„Mit den Erweiterungen unserer C4-Kapazitäten und den notwendigen und wichtigen Investitionen in die Rohstoffversorgung unserer Standorte stärken wir unsere Marktpositionen nachhaltig. Zugleich unterstützen wir die Wachstumspläne unserer Kunden in Europa und weltweit“, erklärte Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik.

Mit langfristigen Lieferverträgen hat Evonik die Rohstoffversorgung für den Betrieb der neuen Anlagen nachhaltig sichergestellt. Zudem hat Evonik weltweit erstmalig FCC-C4 Stoffströme aus Raffinerien nutzbar gemacht. Dies zeige die technologische Leistungsfähigkeit von Evonik in der C4-Chemie und sei ein wichtiger Beitrag zu einer nachhaltigen Produktion, heißt es.

Evonik ist seit langem ein weltweit führender Anbieter von C4-basierten Produkten wie Butadien, MTBE, Isobuten, 1-Buten, INA (Isononanol) sowie 2-PH (2-Propylheptanol) und DINP (Diisononylphthalat). Dafür betreibt Evonik integrierte Großanlagen zur Verarbeitung von C4-Rohstoffen.

Butadien wird vor allem in Synthesekautschuken zum Beispiel bei der Herstellung von Reifen eingesetzt. Darüber hinaus gibt es ein breites Anwendungsspektrum für Elastomere und Kunststoffe. Das Antiklopfmittel MTBE (Methyl-tert.-butylether) erhöht die Oktan-Zahl von Kraftstoffen in Otto-Motoren und führt zu einer verbesserten Verbrennung der Kraftstoffe in den Motoren. So trägt MTBE zu einer besseren Luftqualität bei. Isononanol (INA) wird als Alkohol-Komponente überwiegend bei der Herstellung von PVC-Weichmachern verwendet. Weichmacher auf der Basis von INA zeichnen sich durch exzellente Eigenschaften sowohl in der Plastisol- als auch in thermoplastischen Verarbeitungen aus.

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