Stahlbandtechnologie Neue Bandeigenschaften eröffnen der Stahlbandtechnologie breite Anwendungen

Redakteur: Manja Wühr

Die mechanischen, physikalischen und metallurgischen Eigenschaften des Stahlbandes ermöglichen heute Anlagenkonzepte, welche sich durch hohe Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Umweltfreundlichkeit auszeichnen.

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Völlig neue Anwendungen und verfahrenstechnische Lösungen sind durch die Stahlbandtechnologie überhaupt erst möglich geworden. Eine dieser Anwendungen ist die kontinuierliche Herstellung von Mineralwerkstoffplatten für Küche und Bad auf Doppelbandanlagen. Das besondere Merkmal dieses Verfahrens besteht darin, dass verschiedene Komponenten, etwa Recyclat aus PET, Sand und Mineralstoffe, kontinuierlich aufgegeben werden und mehrere Prozess-Stufen, wie Polymerisieren, Aushärten, Pressen, Kühlen oder Konfektionieren, in einem Durchlauf erfolgen. Die Auslegung dieser Anlagen erfolgt entsprechend den jeweiligen Anwenderwünschen. Rotoform – eine weitere Stahlband-Technologie – bietet heute Lösungen für die verschiedensten Granulieraufgaben, z.B.

  • hohe Leistungen und Umweltfreundlichkeit in der Basis-Chemie (Schwefel, Düngemittel);
  • hohe Hygienestandards in der Nahrungsmittel-Industrie (Schokolade, Emulgatoren, Fette);
  • Feinchemikalien in der Kosmetik- und Pharma-Industrie.

Die Entwicklung zweier neuer Stahlbandqualitäten erlaubt zudem den Einsatzes bei hochkorrosiven Produkten oder bei hohen Temperaturen. Die neue Qualität 1000SAF ist ein hochlegierter rostfreier Stahl für die Verarbeitung hochkorrosiver Produkte wie organische und nichtorganische Säuren und Salze, z.B. Essig, Zucker oder Chloride. Die zweite Entwicklung, Sandvik 750SA, ist eine austenitische Stahllegierung, die Temperaturen bis 800 °C standhält. Damit geeignet sich diese Bandqualität für die Konstruktion von Hochtemperaturöfen und Metallgewinnungsanlagen.

ACHEMA Halle 4.0, F2-G3

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