Drehkolbenverdichter

Neuartiger Drehkolbenverdichter erlaubt völlig neue Anwendungen

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Drehkolbenverdichter als Versuchsanlage bewährt sich seit Jahren

Die Druckluft zur Auflockerung des Rohmehls im Vorratssilo und zur Homogenisierung wird von zwei Aggregaten im Dauerbetrieb geliefert, einem Aerzener-Drehkolbengebläse und einem Aggregat aus der neuen Aerzener-Baureihe Delta Hybrid. Ein drittes Gebläse steht als Redundanz, ein viertes Aggregat für andere Aufgaben zur Verfügung. Alle vier Aggregate arbeiten im Druckbereich von 0,6 bis 0,8 bar.

Die Druckluft für den Rohmehltransport und eine erneute Homogenisierung wird von vier großen, ölfrei verdichtenden, luftgekühlten Aerzener-Schraubenkompressoren des Typs VM 537 produziert: Ein Kompressor liefert die Druckluft für den Transport, zwei weitere Anlagen produzieren die Druckluft für die gleichmäßige Vermischung der Materialien (Homogenisierung) und ein Schraubenkompressor wird als Redundanz vorgehalten.

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Seit Testbeginn wurde im Zementwerk Karsdorf ein Delta-Hybrid-Drehkolbenverdichter für eine möglichst hohe Auslastung in eine Ofenlinie integriert, wo für den Havariefall die Versorgung auf ein Redundanzaggregat umgerüstet werden konnte. Dieses neue Versuchsgebläse ist seit seiner Inbetriebnahme vor bereits mehr als drei Jahren problemlos im Dauerbetrieb aktiv und liefert Druckluft mit einem Höchstdruck von 0,8 bar.

Drehkolbenverdichter macht Druckluftversorgung effizienter

Auch der Chemiekonzern BASF setzt die Delta-Hybrid-Drehkolbenverdichter für den Transport ein. Statt staubiges Kalkmehl befördert der Chemiekonzern allerdings gröberes Polyamidgranulat auf diesem Weg. Im Werk Rudolstadt erfüllt Druckluft als Transportmedium für den gesamten Fertigungsablauf sehr zentrale Aufgaben: Zunächst werden die Granulate pneumatisch in einem 450 m langen Rohrleitungssystem von Produktionsbereich 1 zu Produktionsbereich 2 transportiert. Im Produktionsbereich 2 werden Granulate dann pneumatisch aus Silos zu Verpackungsanlagen transportiert. Bei Letzterem transportiert die Förderluft Granulate aus Silos über Zellenradschleusen und Wiegeeinrichtungen zu Verpackungsanlagen. Dafür wird ein Druck von 0,95 bar (Mindestdruck 0,5 bar) benötigt. Er wird deshalb nicht von Schraubenverdichtern, sondern von Aerzener-Drehkolbengebläsen erzeugt. Dafür standen bis 2007 drei Aggregate mit folgenden Leistungen zur Verfügung, die seit ihrer Inbetriebnahme 1992 im Verbund gefahren wurden:

  • Ein größeres Aggregat des Typs GM 35S mit einer konstanten Liefermenge von 30 m³/min und
  • zwei kleinere Aggregate des Typs GMa 11.2 mit einer konstanten Liefermenge von jeweils 6,2 m³/min.

Mit der Anforderung von Förderluft startete zunächst das große Aggregat. Bei nicht ausreichender Leistung wurde über Druckschalter mit versetzten Schaltgrenzen zusätzlich ein kleines Aggregat und bei weiter steigendem Bedarf auch noch das zweite kleine Aggregat zugeschaltet. Mit diesem Konzept konnten bis 2007 jeweils zwei der drei vorhandenen Förderstrecken versorgt werden.

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