Bio-Plastics Europe Pionierarbeit für eine nachhaltige Kunststoffindustrie

Quelle: Bio-Plastics Europe 2 min Lesedauer

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Im Rahmen des Projekts Bio-Plastics Europe haben Forschende und Unternehmen weltweit seit Oktober 2019 innovative, nachhaltige Lösungen als Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen entwickelt. Unter der Leitung der HAW Hamburg und mit 22 Partnern aus 13 Ländern fokussierte sich das Projekt auf die Entwicklung von biobasierten und biologisch abbaubaren Materialien.

Ziel des nun abgeschlossenen Projekts war es, neue biobasierte und biologisch abbaubare Materialien zu entwickeln.(Source:  free licensed /  Pixabay)
Ziel des nun abgeschlossenen Projekts war es, neue biobasierte und biologisch abbaubare Materialien zu entwickeln.
(Source: free licensed / Pixabay)

Im Projekt Bio-Plastics Europe hatten sich Wissenschaftler und Unternehmen aus aller Welt seit Oktober 2019 zusammengefunden, um nach alternativen Lösungen zu herkömmlichen Kunststoffen zu suchen. „Durch intensive Forschung und Entwicklung konnten wir viele nachhaltige Strategien und Lösungen für die Herstellung biobasierter und biologisch abbaubarer Kunststoffe als Grundlage für nachhaltige Produkte entwickeln – von Mehrwegbesteck und Spielzeug über Verpackungen bis hin zu Landwirtschaftsprodukten“, sagt Dr. Jelena Barbir, Projektleiterin an der HAW in Hamburg.

Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, kurz HAW, koordinierte von Oktober 2019 bis Januar 2024 das Forschungsprojekt Bio-Plastics Europe mit 22 Partnern aus Wissenschaft und Industrie aus 13 Ländern. „Unser Ziel war es, neue biobasierte und biologisch abbaubare Materialien zu entwickeln und damit die EU-Kunststoffstrategie und den Kreislaufwirtschafts-Aktionsplan im Rahmen des EU Green Deal zu unterstützen“, so Barbir. Darüber hinaus wurden Strategien und Geschäftsmodelle entwickelt, die effiziente Wiederverwendungsstrategien und Recyclinglösungen ermöglichen und dabei die Sicherheit der recycelten Materialien bei der Verwendung für Spielzeug oder Lebensmittelverpackungen gewährleisten.

Partnerunternehmen testeten die neuen Materialien, um daraus nutzbare Endverbraucherprodukte herzustellen. So wurden unter anderem verschiedene Compounds entwickelt, Verbundwerkstoffe mit einem Kunststoffanteil, der aus nachhaltigen Rohstoffen hergestellt wurde. Daraus wurde starres Spielzeugmaterial hergestellt, aber auch wiederverwendbare Bestecke, Verpackungen für Kosmetika und für den Lebensmittelbereich sowie Trägerschichten in selbstrecycelbaren und biologisch abbaubaren Verpackungsfolien. Darüber hinaus wurden Mischungen verwendet, die sich unter anderem für landwirtschaftliche Mulchfolien eignen und sich in der Umwelt selbst abbauen. Alle Materialien wurden aus handelsüblichen Rohstoffen wie Polymere, Füllstoffe und Additive hergestellt, wobei die Polymere PLA, PHBV und Naturkautschuk aus erneuerbaren Quellen stammten.

„Im Laufe des Projekts wurden insgesamt 48 Forschungsarbeiten in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht, fünf Prototypen biobasierter Kunststoffe entwickelt und ein Sicherheitsprotokoll entwickelt, um die sichere Verwendung und das End-of-Life-Management von biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen sicherzustellen“, sagt Barbir. „Es bleibt noch viel zu tun, um herkömmliches Plastik endgültig zu ersetzen – aber wir sind auf einem guten Weg.“

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