K 2025 Start-ups: Zwölf Ideen für die Defossilisierung der Kunststoffindustrie

Quelle: Plastics Europe Deutschland 2 min Lesedauer

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Plastics Europe Deutschland hat die Finalisten des Start-up-Wettbewerbs „Towards Zero“ bekannt gegeben. Auf der K 2025 in Düsseldorf präsentieren junge Unternehmen ihre innovativen Lösungen für eine Kunststoffproduktion mit weniger fossilen Rohstoffen, geschlossenen Kreisläufen und geringeren Emissionen.

Die Finalisten des Start-up-Wettbewerbs decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Kunststofferzeugung über die Verarbeitung, den Maschinenbau bis zum Recycling.(Bild:  Plastics Europe Deutschland)
Die Finalisten des Start-up-Wettbewerbs decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Kunststofferzeugung über die Verarbeitung, den Maschinenbau bis zum Recycling.
(Bild: Plastics Europe Deutschland)

Der Verband der Kunststofferzeuger, Plastics Europe Deutschland, gibt die Finalisten des Start-up-Wettbewerbs „Towards Zero“ bekannt. Am 13. Oktober präsentieren die Start-ups auf der Kunststoffmesse K 2025 in Düsseldorf Lösungen, um die Kunststoffindustrie, unabhängiger von Erdöl und Erdgas zu machen. Gesucht wurden Ideen, die Kunststoffkreisläufe schließen, Emissionen senken und fossile Rohstoffe im Produktionsprozess ersetzen.

„Start-ups liefern wichtige Impulse für die Zukunft der Branche“, sagt Dr. Christine Bunte, Hauptgeschäftsführerin von Plastics Europe Deutschland. „Die Finalisten des Wettbewerbs zeigen, wie die Kunststoffindustrie künftig mit weniger fossilen Rohstoffen auskommen kann und welche Lösungen für die Umstellung der Produktionsprozesse gebraucht werden.“

Die Start-ups treten in zwei Kategorien gegeneinander an. Am Vormittag präsentieren junge Start-ups ihre Ideen auf der Newcomer Stage.

  • AES stellt mobile, schnell skalierbare Anlagen für chemisches Recycling her, die Kunststoffabfälle direkt am Entstehungsort in nutzbares Öl zurückführen, ohne lange Transportwege.
  • Coiss produziert Plug-and-Play-Sensoren, um alte Maschinen digital nachzurüsten und hilft dabei, Ausfallzeiten zu vermeiden und den Energieverbrauch der Maschinen zu reduzieren.
  • Moldsonics bietet Ultraschallsensoren an, die Kunststoffmaschinen präziser machen und gleichzeitig Ausschuss, Energie und Materialverbrauch reduzieren.
  • Osphim entwickelt Software für KI-gestützte Kunststoffverarbeitung, die hilft, auch bei anspruchsvollen Anwendungen mehr Rezyklate einzusetzen und Energie einzusparen.
  • Radicaldot ermöglicht energieeffizientes, chemisches Recycling, um aus Kunststoffabfällen Basischemikalien herzustellen, die fossile Rohstoffe in der Kunststoffproduktion teilweise ersetzen.
  • s1seven bietet Lösungen für digitale Materialpässe an, die Herkunft, Zusammensetzung und CO₂-Bilanz von Kunststoffen transparent machen und hochwertiges Recycling ermöglichen.
  • Nachmittags gehört die Bühne den „Big Fish“. Dort präsentieren sich Start-ups, die ihre Ideen bereits am Markt erprobt haben.
  • Carbon Minds betreibt eine Datenbank für Umweltdaten, die zeigt, wo in der Kunststoffproduktion Emissionen entstehen und wie man sie reduziert.
  • Eco2Grow ermöglicht Mittelständlern Zugang zu günstigem Grünstrom, direkt vom Erzeuger und zu festen Preisen, wie bei Großkunden.
  • Macrocycle betreibt Anlagen für energiearmes chemisches Recycling, um PET endlos zu recyceln, ohne Qualitätsverluste.
  • Paques Biomaterials produziert biologisch abbaubare Kunststoffe aus organischen Abfallströmen, um fossile Rohstoffe zu ersetzen.
  • Polymerize betreibt eine Plattform für KI-gestützte Materialentwicklung, die hilft, Forschungsprozesse zu beschleunigen und Kunststoffanwendungen besser zu machen.
  • Sykell entwickelt eine ERP-Software für zirkuläre Produkte und Mehrwegsysteme, um Ressourcen und Verpackungen nach ihrer Nutzung optimal wiederzuverwenden.

„Die Finalisten des Start-up-Wettbewerbs decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Kunststofferzeugung über die Verarbeitung, den Maschinenbau bis zum Recycling“, erklärt Thomas Franken, Director K der Messe Düsseldorf und Kooperationspartner des Pitches. „Das ist auch gut so! Denn die Defossilisierung der Kunststoffindustrie wird nur möglich sein, wenn die gesamte Wertschöpfungskette zusammenarbeitet.“

Der Wettbewerb wird von Martin Bellof, Projektleitung der Start-up Plattform Chemstars, moderiert. Chemstars ist eine offene Plattform, die von marktführenden Unternehmen der chemischen Industrie und dem Verband der Chemischen Industrie Nordrhein-Westfalen (NRW) initiiert wurde.

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