Industriekonjunktur schwächelt Chemie- und Pharmabranche: Trübe Stimmung zum Herbstbeginn

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Die Chemie- und Pharmaindustrie steht unter Druck: Im September trübte sich die Stimmung spürbar ein. Nachfragerückgang, schwächelnde Industriekonjunktur und fallende Erzeugerpreise setzen vor allem der Chemie schwer zu. Auch für die kommenden Monate bleiben die Aussichten düster.

Die Hoffnung auf Erholung in der Chemiebranche schwindet.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Hoffnung auf Erholung in der Chemiebranche schwindet.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die Stimmung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie hat sich im September deutlich eingetrübt. Die Nachfragesituation hat sich in diesem Monat spürbar verschlechtert. Die Industriekonjunktur in Deutschland blieb bis zuletzt schwach. Viele Kundenbranchen drosselten ihre Produktion. Vor allem die wichtigen Abnehmerbranchen Automobilindustrie und Bauwirtschaft enttäuschten. Auch aus dem Ausland kamen keine positiven Impulse. Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel sowohl bei den Chemie- als auch bei Pharmaunternehmen wieder negativ aus. Die Umsätze verfehlten ihren Vorjahreswert mit einem Minus von mehr als zwei Prozent deutlich. Fallende Erzeugerpreise machten das leichte Plus bei der Produktion zunichte.

Auch für die kommenden Monate zeigen sich die Unternehmen wieder skeptischer – vor allem in der Chemie. Jedes dritte Chemieunternehmen geht von einer Verschlechterung der Geschäfte aus. Die Hoffnung auf eine baldige Erholung der deutschen Wirtschaft verflüchtigt sich zunehmend. Das belastet vor allem die konjunktursensible Chemieindustrie. Etwas besser sehen die Aussichten für die Pharmaunternehmen aus, wenngleich auch hier kein deutliches Wachstum zu erwarten ist.

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VCI-Chefvolkswirt Henrik Meincke kommentiert die aktuelle Lage: „In Deutschland scheint sich die industrielle Talfahrt weiter fortzusetzen. Und auch für die strukturellen Probleme am Standort sind keine Lösungen in Sicht. Das sind insgesamt schlechte Signale – vor allem für die Chemieindustrie. Den Unternehmen mangelt es nach wie vor an Aufträgen. Daher bleiben die Geschäfte schwierig.“

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