Schüttgut Muldenförderbänder mit Rundrohrtechnik bringen beim Schüttguttransport Hygiene und Sicherheit in Einklang
Lebensmittel hygienisch herzustellen ist nicht nur eine Frage der verarbeitenden Maschinen und Anlagen. Auch die Fördertechnik zwischen den einzelnen Arbeitsschritten ist essenziell. Aber wie lassen sich dabei Hygiene und Sicherheit gleichermaßen unter einen Hut bringen?
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Tee und vor allem Kaffee erfreuen sich bei den Deutschen großer Beliebtheit: Etwa 54000 Tonnen unterschiedlicher Teesorten und Aufgussgetränke sowie 407000 Tonnen Kaffee tranken die Bundesbürger im Jahr 2009. Nicht zuletzt auch, weil Einzelportionen wie Kaffeepads oder Teebeutel im Trend liegen, genau wie Produkte mit hohem Kakaoanteil, z.B. Schokoladen. Im Produktionsprozess müssen Tee, Kaffee und Kakao hauptsächlich zwischen den ersten Verarbeitungsschritten als Schüttgüter befördert werden - und weil Lebensmittel andere Anforderungen an die Hygiene stellen als z.B. Steine oder Kies, muss auch ein potenzieller Lieferant von Fördersystemen gewisse Anforderungen erfüllen.
Die Anforderungen konkurrieren
Um Lebensmittel-Schüttgüter von A nach B zu bringen, sind ganz gewöhnliche Förderbänder keine Lösung. Denn beim Transport müssen höchste Hygieneanforderungen erfüllt werden, sodass es z.B. essenziell ist, Edelstähle zu verwenden sowie Toträume und Fugen, Spalten, Ecken oder Kanten zu vermeiden, die schwer zu reinigen sind. Dies spricht für eine offene Konstruktion. Allerdings darf auch die Arbeitssicherheit nicht zu kurz kommen, was wiederum für eine geschlossene Konstruktion spricht. Steht nämlich die Unfallverhütung im Vordergrund, gilt es primär, jedes bewegliche Teil vor Zugriff zu schützen, was oft durch Umbauten geschieht. In der Lebensmittelproduktion sind solche Maßnahmen aus Hygienegründen jedoch geächtet, weil dadurch die Konstruktionselemente schwerer zugänglich sind und schwierig zu reinigende Toträume entstehen. Ein weiteres Dilemma: Will man einen für die Umgebung sauberen Förderer für Kleinstpartikel bauen, der verhindert, dass der Gurt im Untertrum ständig Material auf den Boden rieseln lässt, scheint eine etwas umfangreichere Bauweise unumgänglich, was wiederum den Hygieneaspekten zuwiderlaufen würde.
Bei der Konzeption von Förderanlagen für Tee, Kaffee, Kakao o.ä. setzen diese schwer miteinander vereinbaren Anforderungen also Experten voraus, die sich in Sachen Schüttgut-Fördertechnik für Lebensmittel auskennen; so wie das Unternehmen Apullma, das sich auf Fördertechnik in der Lebensmittelindustrie spezialisiert hat und sowohl Maschinen- und Anlagenbauer als auch Endkunden in der Lebensmittelindustrie beliefert. Letztere insbesondere dann, wenn es um die fördertechnische Verkettung einzelner Fertigungsschritte unterschiedlicher Maschinen- und Anlagenbauer geht, für die die Maschinenbauer keine eigenen Dienstleistungen anbieten.
Rundrohre statt Vierkantprofilen
Eine Spezialität von Apullma ist dabei die Verwendung von Rundrohren, welche gegenüber Vierkantprofilen die positive Eigenschaft haben, dass sie so gut wie keine Flächen aufweisen, auf denen sich Schmutz ablagern kann. Solche Lösungen kann längst nicht jeder Metallbauer effizient umsetzen. Ein Beispiel: Wenn ein Rohr senkrecht auf ein zweites trifft, muss Rohr 1 entsprechend exakt auf die Rundung von Rohr 2 zugeschnitten werden. Um entsprechende Förderer zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können, müssen derartige Prozesse exakt beherrscht werden. Zudem müssen auch die Schweißnähte sehr sauber verarbeitet und die gesamte Konstruktion hinterschneidungsfrei ausgelegt sein, damit sie leicht zu reinigen ist. Hier muss auch der Gurt mitspielen und leicht zu lösen sein, ohne die Arbeitssicherheit zu unterlaufen. Vorteilhaft ist dabei beispielsweise die Verwendung von Trommelmotoren, denn sie betten sich 1:1 in die Konstruktion ein.
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