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Mit effizienter Elektrotechnik CO2-reduziert Erdgas gewinnen

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Das im Gas enthaltene CO2 wird zurück in das Gasreservoir geleitet

Die Anlage auf Melcøya zeichnet sich bereits durch eine neue Technik aus, die, auf andere Gebiete übertragen, dazu beitragen kann, den CO2-Ausstoß auf der Erde zu reduzieren: Sie fängt nämlich das CO2, das im Gas enthalten ist, auf und leitet es zurück in das Gasreservoir.

Auch ABB hat laut Nilsen dazu beigetragen, dass die Anlage so effizient ist. Per Eric Holsten, Leiter der Abteilung Prozessautomation bei ABB in Norwegen, gibt ein Beispiel: „Um mehr Gas zu fördern, werden elektrische Antriebe für die Pumpen benötigt, diese stammen von ABB. Unsere zuverlässigen Automatisierungskomponenten führen zu weniger Wartungsphasen und damit niedrigeren Kosten beim Betreiber.“

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Shore-to-Ship-Technik spart zusätzlich CO2 ein

Ein Beispiel, CO2 zu sparen, sei die Shore-to-Ship-Technik. „Damit wird das Schiff per elektrisches Kabel mit Strom versorgt; würde dies in allen Häfen Norwegens eingeführt, entspräche das einer jährlichen Einsparung von 155.000 t CO2“, führt Holsten weiter aus. Bisher sei es in anderen Fällen noch oft so, dass die Schiffe ihren für das Bordnetz benötigten Strom selbst mit ihrem eigenen Treibstoff (meist Schweröl, das mit hohem Schadstoffgehalt verbrennt) erzeugen. Und das, obwohl sie im Hafen anliegen und die Maschinen abgeschaltet werden könnten.

Hochspannungs-Gleichstromversorgung sorgt für CO2-Reduktion

Eine effiziente Technik von ABB sei auch die Hochspannungs-Gleichstromversorgung (HVDC Light). Diese Technik sei beispielsweise auch auf Europas größter Offshore-Gasplattform eingeführt. Die Anlage mit der Bezeichnung Troll A liegt etwa 100 km vor Bergen in der Nordsee.

„Damit die gesamte Anlage umweltfreundlich arbeitet, wird sie von der Küste aus über eine von ABB entwickelte Hochspannungs-Gleichstromleitung mit Strom versorgt“, erläutert Holsten. Denn sonst müsste der notwendige Strom auf der Plattform mit aus der Anlage stammendem Gas erzeugt werden. Der Vorteil für den Betreiber sei eine jährliche CO2 -Reduktion in Höhe von 230.000 t.

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