Mikrofluidik Mikrofluidik gewinnt an Bedeutung für die Praxis
In der Roadshow Mikrofluidik, einer Veranstaltungsreihe VDMA Micro Technology zum Thema mikroverfahrenstechnische Komponenten und Systeme für die Prozessintensivierung fand kürzlich das erste Mal statt. Einen ausführlichen Bericht über die Vorträge finden Sie hier.
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Unter großem Zuspruch fand im Juni in Köln, Frankfurt, Rheinfelden und Mannheim die Roadshow Mikrofluidik statt. Das Veranstaltungsformat aus Fachvorträgen, Produktausstellung und intensiven Gesprächen begeisterte Praxisanwender und Forschende aus den Bereichen Pharma-, Spezial- und Feinchemie sowie Mikroreaktionstechnik. Im Einführungsvortrag zeigte Dr. Norbert Kockmann, Lonza , Visp (Schweiz), die Entwicklung und zunehmende Praxisbedeutung der Mikroreaktionstechnik auf. Da die Technologie jetzt erkennbar das Laborstadium überschritten hat, wächst das Interesse besonders stark. In den nächsten Jahren ist mit einem deutlichen Zuwachs bei der Umstellung von Produktionsprozessen zur Herstellung von Feinchemikalien und Pharmaprodukten zu rechnen.
Acht weitere Fachvorträge vermittelten sowohl Grundkenntnisse als auch Detailwissen zu einzelnen Anlagenkomponenten, deren Verhalten sowie zur richtigen Auslegung. Die Reihenfolge der Vorträge folgte dabei dem fluidischen Aufbau. Neben den Filtern der microfilter wurden Rohrsysteme der Dockweiler gezeigt. Dr. Torsten Köcher, Vertriebsleiter der Dockweiler, Neustadt-Glewe, ging dabei speziell auf die deutliche Qualitätsverbesserung von Rohrsystemen durch die Vorfertigung von Verteilern und anderen Bauteilen ein.
Weiterhin wurden Grundlagen der Ultraschallmesstechnik der Sonotec Ultraschallsensorik Halle und der Dichtungen der Freudenberg Process Seals erläutert. Zahlreiche Details über die Entwicklung von Mikroventilen im Unternehmen stellte Marc Staiger, Staiger Erligheim, vor. Einen Überblick häufig angewandter Pumpprinzipien gab Dr. Thomas Weisener, HNP Mikrosysteme, Parchim, und hob anschließend die Vorteile von Mikrozahnringpumpen in der industriellen Mikrofluidik hervor. Stephanie Peschke, Ehrfeld Mikrotechnik BTS Wendelsheim, präsentierte Mikroreaktoren und Mischer, während Prof. Dr.-Ing. Werner Zang, HiTec Zang , Herzogenrath, mit Steuerungs- und Softwarelösungen sowie Laborgeräten das Programm abrundete.
Die zahlreichen Fragen im Anschluss an den jeweiligen Fachvortrag zeigten deutlich die Relevanz der dargestellten Informationen für die Teilnehmer. In den Pausen wurden in kleiner Runde die Diskussionen weitergeführt. Die begleitende Ausstellung bot dabei beste Gelegenheit, die Produkte in natura zu sehen und spezifische Fragen direkt mit den Fachleuten zu besprechen. Besonders die Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien und damit verbunden der geeigneten Materialauswahl kam in den Vorträgen wiederholt zur Sprache und wurde mit Bezug auf spezifische Anforderungen von den Teilnehmern hinterfragt.
Zufrieden über geknüpfte Kontakte und die Organisation äußerten sich nach Abschluss der ersten Veranstaltungsreihe sowohl die Teilnehmer als auch die Aussteller. Der VDMA Micro Technology, Träger der Veranstaltung, plant nach dem erfolgreichen Auftakt eine Fortsetzung der Roadshow Mikrofluidik für das Jahr 2011 in weiteren Schwerpunktregionen der chemischen Industrie.
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