Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie Merck-Team entwickelt energieeffiziente Flüssigkristalle

Redakteur: Manja Wühr

Hersteller von Flachbildfernsehern, Mobiltelefonen oder Digitalkameras sind auf besonders leistungsfähige Flüssigkristalle angewiesen. Für Ihre Entwicklungen ist ein Projekt-Team von Merck mit dem Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie ausgezeichnet worden.

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Merck-Team hat für die verbesserzte Leistungsfähigkeit von Flüssigkristallen den Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie 2014 erhalten.
Merck-Team hat für die verbesserzte Leistungsfähigkeit von Flüssigkristallen den Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie 2014 erhalten.
(Bild: Merck)

Darmstadt — Im Merck-Projekt „Energieeffiziente Flüssigkristalle für Smartphones und Tablets“ entwickelten Chemiker, Physiker, Techniker und Marketingfachleute, allen voran die ausgezeichneten Heckmeier, Hirschmann, Maisch und Lee, in neue Flüssigkristalltechnologien. Hierfür wurden sie nun mit dem Meyer-Galow-Preis für Wirtschaftschemie geehrt.

Flüssigkristalle sorgen dafür, dass sich die Displays schnell schalten lassen, dass man gute Kontraste und einen weiten Blickwinkel hat, dass man ein hoch auflösendes Bild erhält und dass die Geräte per Berührung (Touchpanel) steuerbar sind. Die Neuentwicklungen aus Darmstadt sorgten diesbezüglich für deutliche Verbesserungen.

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Energieeffiziente Flüssigkristalle

Die Flüssigkristallmischungen tragen Bezeichnungen wie „IPS“ (In-Plane Switching) oder „FFS“ (Fringe Field Switching) und sind auf den Einsatz in Tablets und Smartphones optimiert. Fünf Jahre nach Projektbeginn sind fast 90 Prozent aller Smartphones mit IPS/FFS-Displays bestückt, so das Unternehmen. Ihr besonderer Vorteil: Der Energieverbrauch der Geräte ist deutlich niedriger. Eine weiterentwickelte Technologie, „UB FFS“ (Ultra-Brightness Fringe Field Switching) genannt, kann den Energieverbrauch nochmals senken.

Der Meyer-Galow-Preis wurde 2012 von Professor Erhard Meyer-Galow gestiftet, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Hüls AG und früheren Präsidenten der GDCh. Seitdem verleiht die GDCh diesen Preis jährlich. Meyer-Galow arbeitete vorwiegend an der Schnittstelle zwischen Chemie und Markt und hielt an der Universität Münster Vorlesungen über „Wirtschaftschemie in der Chemischen Industrie". Er unterstrich in Darmstadt: „Heute würdigen wir chemische Produkte und Prozesse, die besonders nachhaltig und von hohem Wert für die Gesellschaft sind“.

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