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Für die Behandlung von Sonderabfällen sind auch mehrstufige Flotationsanlagen bekannt. Viele Anlagenhersteller berichten von Einsparungen durch die Edur-Mehrphasenpumpen sowohl beim Investitionsvolumen als auch bei den laufenden Betriebskosten, die je nach Anlagentyp durchschnittlich zwischen 30 und 40 Prozent gegenüber konventionellen Anlagen liegen.
Behandlung von Schlachthofabwässer
Neben verbesserten Ablaufwerten und einem reduzierten Einsatz von Chemikalien berichten Anwender über erhebliche Energieeinsparungen nach erfolgtem Retrofitting bestehender Anlagen. So konnten die Energiekosten der in einem Schlachthofbetrieb installierten Flotationsanlage mit dem Ersatz von zwei Seitenkanalpumpen durch eine Edur-Mehrphasenpumpe deutlich gesenkt werden.
Die installierte Motorleistung wurde mehr als halbiert: Zwei Seitenkanalpumpen wurden durch nur eine Mehrphasenpumpe mit 5,5 kW Antriebsleistung für einen Betriebspunkt von 17 m³/h – 5,0 bar mit ca. 15 Prozent Luftanteil ersetzt. Das Reinigungsergebnis hat sich durch das verbesserte Blasenbild erheblich verbessert. Zudem ist das Flotat deutlich kompakter.
Des Weiteren wird weniger Flockungsmittel benötigt. Die Pumpenstandzeit beträgt jetzt statt zwei Monaten drei Jahre. Auch die Energiebilanz hat sich wesentlich verbessert (von vorher zweimal 7,5 kW = 15,0 kW gesamt auf nur 5,5 kW). Es ergibt sich für 220 Arbeitstage und je 16 Stunden Betriebsdauer eine Einsparung nur an Stromkosten von über 3500 Euro p.a. (bei € 0,1 / kWh). Das Retrofitting hatte sich somit bereits nach sechs Wochen amortisiert.
Kommunale Klärabwässer in Kiel
Seit 1929 werden Abwässer aus der Stadt Kiel und den angeschlossenen Umlandgemeinden über lange Schmutzwassertransportkanäle bis zur Bülker Kläranlage gepumpt, dort aufbereitet und anschließend in die Ostsee geleitet. Etwa 20 Millionen Kubikmeter Schmutzwasser pro Jahr fließen dem Klärwerk zu, das entspricht einem Anschlusswert von ca. 310.000 Einwohnern (EW) und 65.000 Einwohnergleichwerten (Industrie und Gewerbe).
Im Zuge eines Umbaus in den Jahren 2011 und 2012 wurde die nachgeschaltete Flotation, die zur Klärung des Reinigungswassers der Tuchfiltration genutzt wird, vom konventionellen System mit Dispersionspumpen, Kompressor und Druckkessel auf das einfachere Edur-System umgebaut. Installiert waren vier Normpumpen als Dispersionspumpen mit jeweils 15 kW Antriebsleistung, die das Recycelwasser zur Luftsättigung mit ca. acht Bar den Druckkesseln zugeführt haben.
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