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Mega-Duo: Große Wasserstoff-Produktion versorgt TDI-Großanlage in Dormagen

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Wasserstoff hat große Zukunft

In dem Reformer wird aus Erdgas Wasserstoff und Kohlenmonoxid hergestellt. Diese Produkte werden als Rohstoff für die Herstellung einer Vielzahl von Zwischenprodukten in der Chemie- und Kunststoffindustrie benötigt. Sie dienen beispielsweise der Produktion von Polsterungen, Autoreifen oder Klebstoffen.

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Wasserstoff wird zudem in der Mobilität von morgen eine Rolle spielen: Bei der Eröffnung präsentierte Air Liquide in Dormagen aktuelle Brennstoffzellenfahrzeuge, die an der ersten und bisher einzigen Wasserstofftankstelle für Pkw in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf tanken können. Auch diese Tankstation hat Air Liquide errichtet.

Der Steamreformer in Dormagen hat eine jährliche Produktionskapazität von rund 22.000 Tonnen Wasserstoff und 120.000 Tonnen Kohlenmonoxid. Alleiniger Abnehmer des Kohlenmonoxids ist die neue TDI (Toluylen-Diisocyanat)-Anlage der Bayer MaterialScience (BMS). Für die Herstellung von TDI (ein wichtiges Zwischenprodukt in der Kunststoffindustrie) benötigt der Air Liquide-Kunde diese Moleküle rund um die Uhr. Der in der neuen Anlage produzierte Wasserstoff wird über die bestehende Air Liquide-Fernleitung auch anderen Kunden in der Region zur Verfügung gestellt.

Der neue Steamreformer von Air Liquide steht auf einer Fläche von mehr als 16.000 Quadratmetern. Mehr als 4000 Kubikmeter Beton, rund 2500 Tonnen Stahl und Rohrleitungen sowie rund 150 km Kabel wurden in den vergangenen Jahren verbaut. Weithin sichtbar ist heute die Spitze der Fackel – mit fast 54 Metern der höchste Punkt der Anlage.

Geplant und gebaut wurde der neue Steamreformer von den Teams von Air Liquide Engineering & Construction, den unternehmenseigenen Anlagenbau-Experten. Seit Jahreswechsel werden in Dormagen die Moleküle produziert – in einer höchst flexiblen und sicheren Anlage.

Im Mai 2012 hatte Air Liquide den Zuschlag für den Bau des neuen Steamreformers im Chemiepark Dormagen erhalten. Zeitweise arbeiteten mehr als 300 Menschen auf der Baustelle – und dies mit großem Sicherheitsbewusstsein. In rund 750.000 geleisteten Arbeitsstunden gab es nicht einen meldepflichtigen Unfall mit Arbeitszeitausfall.

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