Studie zu Kunststoffadditiven Markt für Weichmacher: phthalatfreie Additive gesucht

Quelle: Ceresana 2 min Lesedauer

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Die Marktforscher von Ceresana haben zum siebten Mal den Weltmarkt für Weichmacher untersucht: Sie erwarten, dass die Nachfrage für diese Zusatzstoffe bis zum Jahr 2032 auf insgesamt mehr als elf Millionen Tonnen steigen wird.

Die Studie von Ceresana analysiert den globalen Weichmacher-Markt und macht dabei Prognosen bis 2032(Bild:  Ceresana)
Die Studie von Ceresana analysiert den globalen Weichmacher-Markt und macht dabei Prognosen bis 2032
(Bild: Ceresana)

Kunststoffen, Elastomeren, Farben und Lacken, Klebstoffen, aber auch zum Beispiel Textilien, Deos und Parfum werden Chemikalien beigemischt, die diese Materialien weich, biegsam, dehnbar oder besser verarbeitbar machen. Die Additive gehören sogar zu den meistverkauften Chemikalien überhaupt: Pro Jahr werden derzeit knapp neun Millionen Tonnen verkauft.

Mit großem Abstand am meisten Weichmacher werden in Asien-Pazifik verkauft. Diese Weltregion, auf die heute fast zwei Drittel des Weichmacher-Verbrauchs entfallen, wird nach der Prognose von Ceresana auch in den kommenden Jahren überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichnen. Die Weichmacher-Nachfrage steigt auch in Afrika und im Mittleren Osten um mehr als zwei Prozent pro Jahr, während sie in Westeuropa kaum noch wächst. Gebraucht werden Weichmacher vor allem, um Kunststoffprodukte geschmeidiger, weich und elastisch zu machen. Aktuell benötigt allein dieses Anwendungsgebiet fast acht Millionen Tonnen pro Jahr. Besonders das an sich harte und spröde Polyvinylchlorid wäre ohne Weichmacher oft nutzlos: Weich-PVC besteht bis zur Hälfte aus Weichmachern. Verarbeitet wird Weich-PVC zum Beispiel zu Schläuchen, Kabeln, Dichtungen, Bodenbelägen und Schuhsohlen. Den größten Zuwachs der Weichmacher-Nachfrage erwartet Ceresana jedoch für das Einsatzgebiet Kunststoff-Folien.

Alternativen zu Phthalaten gefragt

Wenn sie nicht durch Copolymerisation in andere Materialien fest eingebunden sind, können Weichmacher aus den Endprodukten ausdünsten, auswaschen oder sich durch Abrieb von Kunststoffpartikeln verteilen. Besonders Phthalate, die als gesundheits- und umweltschädlich gelten, sind mittlerweile für viele Anwendungen verboten – in Europa beispielsweise für Kinderspielzeug. Der weltweit meistverbrauchte Weichmacher-Typ ist trotzdem nach wie vor DEHP (Bis(2-ethylhexyl)phthalat), mit mehr als drei Millionen Tonnen pro Jahr. Die beiden Phthalate DINP (Diisononylphthalat) und DIDP (Diisodecylphthalat) stehen zusammen immer noch für fast ein Drittel des gesamten Weichmacher-Markts. Immerhin suchen immer mehr Kunststoff-Verarbeiter nach umweltfreundlicheren Alternativen: Die Analysten von Ceresana erwarten für phthalatfreie Weichmacher einen Anstieg der Nachfrage auf rund 2,6 Millionen Tonnen.

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